Hohe Strafen wegen illegalen Streamings der EPL

Foto: Thaivisa
Foto: Thaivisa

BANGKOK: Ein Brite und eine Thai wurden wegen Urheberrechtsverletzung durch einen illegalen TV-Streaming-Dienst zu dreieinhalb Jahren Gefängnis und zu einer Geldstrafe von 15 Millionen Baht verurteilt. Zudem wurden sieben Millionen Baht einbehalten, die die Polizei bei der Festnahme der beiden Angeklagten konfisziert hatte.

Die beiden hatten den Onlinedienst betrieben und Android-Boxen verkauft, auf denen Software vorinstalliert war, so dass die Kunden Fußballspiele der englischen Premier League sehen konnten. Laut „Thaivisa“ mussten die Angeklagten weiter drei Millionen Baht Geldstrafe zahlen. Der Gesamtbetrag der Geldbußen soll der höchste sein, der jemals für Urheberrechtsverletzungen in Thailand verhängt wurde. Die Ermittlungen lagen bei einer Sondereinheit der thailändischen Polizei und der Premier League (EPL). Die ersten Verhaftungen erfolgten im Mai 2017, als die Polizei mehrere Häuser in Bangkok aufsuchte, auf denen der Streaming-Dienst „365 Sport" sowie Thaiexpat.tv, Hkexpat.tv, Inoexpat.tv, Vietexpat.tv und Euroexpat.tv liefen. Zwei britische Männer und eine thailändische Frau wurden festgenommen. Die beiden Briten wurden später gegen Kaution freigelassen. „Thaivisa“ berichtet weiter, dass einer der Männer später aus Thailand floh. Es wurden Haftbefehle gegen den Briten sowie gegen weitere Personen erlassen, die im Verdacht stehen, an der illegalen Streaming-Operation beteiligt gewesen zu sein. „Dies ist eine der bedeutendsten Entschädigungen für Verbrechen im Zusammenhang mit Produktpiraterie in Thailand und eine deutliche Warnung an alle, die an der illegalen Bereitstellung von Streams der Premier League beteiligt sind", sagte Kevin Plumb, Leiter der Rechtsabteilung der Premier League.

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Thomas Schiffer 04.12.19 16:42
Und dabei hatten die gedacht, dass sie die eierlegende Wollmilchsau entdeckt hatten. Aber es scheint so viel mehr geld dahintzer zu stecken, dass die kaution viel zu niedrig war. Solche Verbrechen begeht man besser in Deutschland