Hoffnungsschimmer für Germania

Erste Finanzspritze in Sicht

Foto: epa/Bernd Wuestneck
Foto: epa/Bernd Wuestneck

BERLIN (dpa) - Hoffnungsschimmer bei der klammen Fluggesellschaft Germania: «Unsere Gespräche mit potentiellen Investoren, die uns finanziell unterstützen wollen, verlaufen positiv», zitiert die Touristik-Fachzeitschrift «fvw» am Donnerstag aus einem Schreiben von Germania-Chef Karsten Balke von Mittwochabend an die Mitarbeiter. Ein Germania-Sprecher bestätigte die Inhalte.

So habe die Fluggesellschaft erste verbindliche Zusagen, um ihre am Dienstagabend bekannt gewordene Finanzierungslücke zu decken. Die ersten beiden größeren Beträge stünden schon an diesem Donnerstag zur Verfügung.

«Wir sind zuversichtlich, die darüber hinaus noch ausstehenden Mittel in Kürze ebenfalls sichern zu können», schreibt Balke laut «fvw». Das ernsthaft geäußerte Interesse der Investoren stimme die Geschäftsführung optimistisch, dass Germania auch weiterhin als unabhängige Fluggesellschaft bestehen könne. Nähere Angaben zu den Investoren oder zur Summe machte Balke nicht.

Germania hatte am Dienstagabend finanzielle Schwierigkeiten bestätigt. Demzufolge prüft die Airline mehrere Finanzierungsoptionen, um einen kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern. Beim Flugbetrieb soll es aber keine Einschränkungen geben. Alle Germania-Flüge fänden planmäßig statt, hieß es.

Dem Luftfahrt-Portal «aerotelegraph.com» (Dienstag) zufolge soll auch ein Verkauf der Gesellschaft erwogen worden sein. Offen ist, ob diese Frage vom Tisch ist. Dem Bericht zufolge brauchte Germania bereits kurz vor dem Jahreswechsel 20 Millionen Euro, um weiterfliegen zu können. Germania-Sprecher wollten diese Informationen aber nicht kommentieren.

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