Höhere Steuern auf Alkohol vorgeschlagen

Foto: The Nation
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BANGKOK: In einer gemeinsamen Initiative haben Gesundheitsnetzwerke vorgeschlagen, die Steuern auf alkoholische Getränke in ausgewählten Pilotzonen zu erhöhen, in denen Vergnügungslokale bis um 04.00 Uhr morgens geöffnet bleiben dürfen. Der Vorschlag, der darauf abzielt, die gesundheitlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums zu mildern, wurde auf einem Forum präsentiert, das von der Media for Health Foundation (MHF) und dem Health Promotion Movement (HPM) veranstaltet wurde.

Die Diskussionen konzentrierten sich auf die jüngste Entscheidung der Regierung, Unterhaltungseinrichtungen wie Kneipen, Bars, Restaurants und Karaoke-Lokale in bestimmten Provinzen – darunter Bangkok, Chonburi (Pattaya), Phuket und Chiang Mai – bis 4 Uhr morgens geöffnet zu lassen. Dieser Schritt wurde ergriffen, um den Tourismus anzukurbeln und inländische Ausgaben zu fördern.

Der Präsident der MHF, Apiwat Ketthat, betonte die potenziellen sozialen Auswirkungen, darunter Verkehrsunfälle, steigende Kriminalität und Gesundheitsprobleme, die sich aus der Verlängerung der Öffnungszeiten ergeben könnten. Er forderte die Behörden auf, eine gründliche Untersuchung der möglichen Konsequenzen durchzuführen, um sicherzustellen, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen.

Apiwat zitierte eine Studie der Thammasat-Universität, die aufzeigte, dass der Großteil der thailändischen Besucher von Vergnügungslokalen zwischen 17.00 und 23.00 Uhr konsumiert, während die meisten ausländischen Gäste zwischen 20.00 und 23.00 Uhr trinken. Laut der Studie könnten längere Öffnungszeiten zu einem Anstieg des Alkoholkonsums in diesen Gruppen führen.

Des Weiteren ergab die Untersuchung, dass eine Erhöhung des Alkoholpreises zu einer Reduzierung des Konsums sowohl bei Thais als auch bei Ausländern führen würde. Apiwat betonte, dass die vorgeschlagene Erhöhung der Alkoholsteuer in den Pilotzonen notwendig sei, um die gesundheitlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums zu mildern. Er schlug vor, die zusätzlichen Steuereinnahmen für Kampagnen zur Linderung sozialer Auswirkungen zu verwenden, einschließlich eines Fonds für Opfer von Trunkenheit am Steuer. Dieser Fonds könnte jährlich etwa 258 Millionen Baht kosten.

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Dieter Kowalski 10.12.23 15:50
@ Norbert
Wir sind doch in Thailand. Da wird viel fantasiert, selten bereits beschlossenes umgesetzt, kaum kontrolliert und alles schnell wieder vergessen. Abgesehen davon trifft uns so etwas kaum selber, und die Touristen, die bis zur Sperrstunde ausharren, werden sich nicht um solche Auflagen kümmern, denn die sind hier in Urlaub.
Norbert Schettler 10.12.23 10:50
Es soll noch mehr
Auflagen geben. Woanders ist zu lesen, die Betreiber der Gaststätten, die bis 04:00 geöffnet haben, sollen nun Ausnüchterungsräume zur Verfügung stellen, bis der Alkoholspiegel wieder ein fahren erlaubt. Wenn die angeheiterten Personen dies nicht mitmachen, sollen die Betreiber Freunde oder Familie anrufen, damit diese für einen gesicherten Transport sorgen. Sind das nun Fake News oder macht da einer auf witzig?
Klaus Brylka 10.12.23 09:10
Das Allheilmittel Steuererhöhung
wird den Konsum von Alkohol wohl kaum reduzieren. Wer trinken will, der trinkt. Dem Touristen ist das schnuppe, denn der kommt ja um Halli Galli in Thailand zu erleben und dabei spielt der Preis für ein alkoholisches Kaltgetränk kaum eine Rolle. Der Thailänder wird da eher an anderer Stelle kürzer treten, als sich bei seinem "Elendsvergesser" einzuschränken. Die Uhrzeit ist dabei völlig uninteressant. Ist jedenfalls meine Meinung.
Heinz Bergmann 09.12.23 13:50
Malaysien
Vielleicht sollte er nachdenken warum die Leute lieber in Thailand Urlauben anstatt in Malaysien !
leschim alex 09.12.23 13:40
Da wird die Oeffnungszeit fuer die .....
..... "Abfuellanlagen" verlaengert um die Wirtschaft und den Tourismus durch hoehere Umsaetze anzukurbeln - und schon wird eine kontraproduktive Forderung nach hoeherer Alkoholsteuer erhoben. Was mit den Haenden aufgebaut wird wird mit dem A.... wieder umgestossen. So wird das nichts.
Meiner Meinung nach bringt die laengere Oeffnungszeit sowieso nichts, da schliess ich mich Manfred Guempell an : anstatt von 20:00 - 02:00 Uhr geht man halt 2 Stunden spaeter auf die Rolle
Dieter Kowalski 09.12.23 12:20
@ Herr Kerp
Die Logik ist bei diesem blödsinnigen Thema bereits vollständig verloren gegangen.
Anstatt echte und dringendere Probleme anzugehen, verzettelt man sich in Nichtigkeiten - scheint ein Trend unserer Zeit zu sein, nicht nur hierzulande. Dazu noch der Kontrollwahn ala China, und der Orwellsche Überwachungsstaat wird Realität.
Ingo Kerp 09.12.23 12:00
Hoehere Steuern auf Alkohol, um den Tourismus anzukurbeln. Da muß mam schon mit einer besonderen Logik gesegnet sein, um das zu verstehen.
Manfred Guempell 09.12.23 11:30
Höhere Steuern
@ Norbert Schettler
Höhere Steuern bringen nichts,da nur ein gewisses Budget vorhanden ist.
Die einzige Erklärung für mich ist, dass viele erst später losziehen,da sie länger schlafen bis nachmittags! Von diesen Leuchten gibt es genug!
Norbert Schettler 09.12.23 10:20
Alkoholsteuer erhöhen,
schön und gut. Bringt m. E. vielleicht eine kurze Zeit eine Reduzierung des Alkoholkonsums, wenn es sich eingependelt hat geht es wieder hoch.
Was mir nicht einleuchtet, ist die Logik der oben genannte Studie. Die meisten Thais und Ausländer trinken bis 23:00, sind noch 3 Std Zeit bis 02:00. Wenn jetzt bis 04:00 geöffnet ist, warum sollte sich der Alkkonsum erhöhen? Grade in diesen Gruppen? Erklärungen nehme ich dankend entgegen.