Herzüberwachung am Handgelenk

Smartwaches können helfen, Herzprobleme zu erkennen

Smartwatches helfen Menschen mit einem hohen Risiko für Vorhofflimmern und senken das Schlaganfallrisiko.
Smartwatches helfen Menschen mit einem hohen Risiko für Vorhofflimmern und senken das Schlaganfallrisiko.

BANGKOK: Wenn Sie eine Smartwatch bzw. ein Wearable tragen, wie die kleinen Allrounder für das Handgelenk auch genannt werden, dann stehen Ihnen viele hilfreiche Gesundheitsfunktionen im Alltag zur Seite. Mit Unterstützung der Fachärzte im Herzzentrum des Bumrungrad International Hospital in Bangkok wollen wir herausfinden, ob ein tragbares Gerät Ihr Leben retten könnte.

Vorhofflimmern, kurz AF oder AFib (von englisch „Atrial Fibrillation“) ist weltweit die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen. Bei AF schlägt das Herz unregelmäßig zu schnell oder zu langsam. Das Risiko im Laufe des Lebens daran zu erkranken, liegt bei 25 Prozent und steigt insbesondere ab dem 55. Lebensjahr sowie bei Bluthochdruck oder Diabetes. Darüber hinaus steht AF im engen Zusammenhang mit anderen Herzerkrankungen, wie z. B. hypertrophe Kardiomyopathie, Herzklappenfehler und angeborenen Herzfehlern. Schätzungsweise sind weltweit 59,7 Millionen Menschen von der Signalstörung des Vorhofs betroffen, in Europa ca. sechs Prozent und in Thailand ein bis zwei Prozent der Bevölkerung.

Menschen mit dieser Erkrankung leiden oft unter Herzklopfen, unregelmäßigem Herzschlag, Engegefühl in der Brust, Schwindel, chronischer Müdigkeit und manchmal sogar unter Ohnmacht. Viele Betroffene verspüren auch ein „Herzstolpern“ oder Herzrasen. Andere wiederum bemerken das Vorhofflimmern gar nicht, weil es nur gelegentlich auftritt. Mit dem konventionellen EKG oder 24-Stunden-Langzeit-EKG wird daher nur der kleinere Teil aller Patienten mit sporadischem VHF erkannt. Bleibt AF jedoch unbehandelt, ist die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, fünfmal höher als im Normalfall, weshalb eine Früherkennung der Krankheit dieses Risiko signifikant senkt.

Screening mit dem Smartphone

Smartphone- und Smartwatch-Applikationen können diese Lücke schließen, indem sie Vorhofflimmern regelmäßig und genau screenen, ohne dass hierfür weiteres Zubehör nötig ist. Das geschieht durch Erfassung und Analyse des Herzrhythmus über die Smartphone-Kamera oder durch den optischen Pulssensor. Wearables können den Patienten sofort informieren, wenn die verräterischen Anzeichen auftreten, so dass er sich rechtzeitig in Behandlung begeben kann. Bei ärztlich bestätigtem AF kann die damit einhergehende Schlaganfallgefahr, z. B. medikamentös, um bis zu 70 Prozent reduziert werden.

Eine Studie der Stanford University bestätigt, dass eine Smartwatch-basierte Anwendung AF mit einer annehmbaren Genauigkeit erkennen kann. Der wissenschaftlichen Untersuchung liegt eine Stichprobe von 419.297 Probanden ohne Vorgeschichte einer Herzerkrankung zugrunde. Sie wurden durch das ständige Tragen einer Apple Watch über einen Zeitraum von durchschnittlich 117 Tagen von den Forschern überwacht, auf der eine App zur Feststellung von Herzrhythmusstörungen installiert war. Sobald die Anwendung eine Unregelmäßigkeit am Herzen festgestellt hatte, wurde der Proband per Nachricht gewarnt. Zuvor erhielten die Studienteilnehmer die Anweisung, den überwachenden Arzt zu kontaktieren, wenn sie eine Benachrichtigung von der App erhalten. Wurden schwere Unregelmäßigkeiten festgestellt, forderte der überwachende Arzt die Teilnehmer auf, sofort einen Arzt aufzusuchen. Waren sie nicht schwerwiegend genug, um einen Arztbesuch zu rechtfertigen, wurden die Teilnehmer gebeten, eine EKG-Messung in Echtzeit vorzunehmen und die Ergebnisse dem Arzt zur Auswertung vorzulegen.

Potenzial trotz wenig Sensitivität

Die Mehrheit der Teilnehmer erhielt keine Benachrichtigungen von der App, was aufzeigt, dass ihr Wearable nicht übermäßig empfindlich auf normale, gesunde Schwankungen des Herzens reagiert. Aber bei Teilnehmern, die Benachrichtigungen von der App erhielten und aufgefordert wurden, ein Pflaster mit integrierter EKG-Aufzeichnung zu tragen, wurde bei 84 Prozent der nachfolgenden Benachrichtigungen durch die Messwerte des EKG-Pflasters vor AF gewarnt. Bei 35 Prozent dieser Teilnehmer wurde anschließend Vorhofflimmern diagnostiziert. Die Untersuchung stellt unter Beweis, dass Wearables das Potenzial haben, effektiv und zuverlässig die Herzgesundheit ihrer Träger zu überwachen.

Wer eine Apple Watch trägt und per App über Herzschlag-Unregelmäßigkeiten informiert wird, kann mit der App-Warnung die Experten vom Bumrungrad-Herzzentrum aufsuchen und erhält eine fundierte Beratung. Personen, die Bedenken haben, Haus oder Wohnung zu verlassen, können das Bumrungrad International Hospital auch über die Kurzwahl 1378 oder über die Bumrungrad App erreichen. Bei Notfällen oder bei schwerwiegenden Symptomen sollte direkt das Bumrungrad-Notfallzentrum unter der Rufnummer 02-011.5222 kontaktiert werden, das rund um die Uhr erreichbar ist.


*Bei diesem Artikel handelt es sich um ein redaktionelles Advertorial*
Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.