Herbert Kickl als Chef der rechten FPÖ wiedergewählt

Herbert Kickl, Vorsitzender der rechtsgerichteten Freiheitlichen Partei Österreichs (FPOe). Foto: epa/Christian Bruna
Herbert Kickl, Vorsitzender der rechtsgerichteten Freiheitlichen Partei Österreichs (FPOe). Foto: epa/Christian Bruna

ST. PÖLTEN: In Österreich ist der für seine scharfe Rhetorik bekannte Politiker Herbert Kickl als Parteichef der rechten FPÖ bestätigt worden. Der 53-Jährige wurde am Samstag auf einem Bundesparteitag in St. Pölten mit 91 Prozent der Delegiertenstimmen wiedergewählt. Das waren mehr als die 88 Prozent, mit denen er voriges Jahr dem moderateren Norbert Hofer an der Spitze der Freiheitlichen Partei nachfolgte.

In St. Pölten kritisierte Kickl erneut die Sanktionspolitik gegen Russland. «Die Regierung und die EU treiben unser Land in einen Wirtschaftskrieg hinein, der den Ukraine-Krieg nicht beendet, weil Russland am längeren Ast sitzt» sagte der oppositionelle Fraktionschef in seiner Rede.

Die FPÖ lag laut einer bundesweiten Umfrage der Presseagentur APA und des Senders ATV im August mit 22 Prozent auf Platz zwei hinter der ebenfalls oppositionellen sozialdemokratischen SPÖ. Die konservativen Kanzlerpartei ÖVP kam knapp hinter den Rechten auf Platz drei. Bei den Wahlen 2019 stürzte die FPÖ auf rund 16 Prozent ab, nachdem ihre Koalition mit der ÖVP wegen Korruptionsvorwürfen geplatzt war.

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