Hellfire Pass wird für Touristen wieder geöffnet

Gedenken an die Verstorbenen am Hellfire Pass. Foto: epa/Diego Azubel
Gedenken an die Verstorbenen am Hellfire Pass. Foto: epa/Diego Azubel

KANCHANABURI: Der Hellfire Pass oder Chong Khao Khad, eine historische Stätte mit einer Eisenbahnschneise auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke, die Japan während des Zweiten Weltkriegs von Thailand nach Birma bauen wollte, wird am 25. September wieder für Touristen geöffnet. Der Pass im Bezirk Sai Yok war wegen des Covid-19-Ausbruchs etwa sechs Monate lang geschlossen.

Der Pass wurde mit Zwangsarbeit von alliierten Kriegsgefangenen gebaut. Die Baustelle, die für ihre rauen Bedingungen für die Zwangsarbeiter und die hohen Verluste an Menschenleben bekannt ist, ist eine Touristenattraktion in Kanchanaburi.

Das Gesundheitsministerium wird Maßnahmen ergreifen, um Touristen, die die historische Stätte besuchen, zu kontrollieren. So werden die Besucher beispielsweise verpflichtet, Gesichtsmasken zu tragen, ihre Besuche mit „Thai Chana" ein- und auszuchecken, die Körpertemperatur messen zu lassen und die Abstandsregel zu beachten. Allen Touristen wird ein Handdesinfektionsgel zur Verfügung gestellt.

Die Zahl der Touristen, die die Stätte in jeder Runde besuchen, ist auf 35 begrenzt. Touristen oder Organisationen, die den Hellfire Pass in Gruppen besuchen wollen, müssen einen Tag im Voraus eine Reservierung vornehmen. Weitere Informationen gibt es unter den Telefonnummern 034-919.605 und 081-733.0328.

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Siegfried Naumann 24.09.20 15:22
Die Brücke am Kwai - Der Film
@Ingo Kerp.- Schon beim Sehen des Films konnte man erahnen, wie hart diese Zeit damals für alle Gefangenen war. Auch wenn dieser nicht am Originalschauplatz gedreht wurde.
Ingo Kerp 24.09.20 12:52
Der Hellfire Paß ist ein historischer Ort, den man besuchen sollte, wenn man in Kanchanaburi ist. Es ist mehr als beeindruckend, welche Arbeit die geschundenen Kriegsgefangenen haben leisten müssen. Die Schlucht in die Felsen sprengen, Eisenbahnschienen verlegen etc. Diese Grausamkeiten werden einem klar vor Augen geführt, wenn man die Andenkenbilder sieht und die, teilweise noch im Fels steckenden Bohrstangen, als wenn die Arbeit gerade unterbrochen worden wäre.