Heftiger Raketenbeschuss aus dem Libanon geht weiter

Aus dem Gebiet des Kibbutz Manara steigt Rauch auf, der von einer Rakete stammt, die von der libanesischen Seite der Grenze im Norden Israels abgeschossen wurde. Foto: epa/Atef Safadi
Aus dem Gebiet des Kibbutz Manara steigt Rauch auf, der von einer Rakete stammt, die von der libanesischen Seite der Grenze im Norden Israels abgeschossen wurde. Foto: epa/Atef Safadi

TEL AVIV/BEIRUT: Erst am Mittwoch hatte die libanesische Hisbollah rund 200 Raketen auf Israel abgefeuert. Doch der Beschuss endete damit nicht. Die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts bleibt.

Der heftige Raketenbeschuss aus dem Libanon auf Israel hält nach Angaben des israelischen Militärs weiter an. «Die Sirenen heulen im Norden Israels, während die Hisbollah ohne Pause Geschosse vom Süden des Libanons aus abfeuert», schrieb die Armee am Donnerstag auf X. In der Nacht hatte die israelische Luftwaffe mehrere Hisbollah-Ziele im Libanon angegriffen.

Am Mittwoch hatte die libanesische Schiitenmiliz als Vergeltung für die gezielte Tötung eines ranghohen Kommandeurs durch Israel rund 200 Raketen auf Israel abgefeuert. Es herrscht große Sorge vor einer gefährlichen Ausweitung des Konflikts.

Nach Angaben der Armee wurden am Donnerstag rund 40 Raketen vom Libanon aus auf den Norden Israels und die besetzten Golanhöhen abgefeuert. Von fünf verdächtigen Flugkörpern seien außerdem drei von der Raketenabwehr abgefangen worden.

Israelische Medien berichteten, im Kibbuz Jiron im Grenzgebiet sei ein Haus direkt getroffen worden. In der Stadt Safed im Norden Israels und in Katzrin auf den besetzten Golanhöhen seien Raketenteile niedergegangen. Laut Sanitätern wurden auf den Golanhöhen zwei Menschen durch Raketensplitter verletzt. Mehrere Menschen hätten sich durch Stürze beim Laufen in Schutzräume verletzt, außerdem gebe es mehrere Schockverletzte.

Es seien entlang der Grenze auf israelischem Gebiet mehrere Brände ausgebrochen, hieß es in Medienberichten. In der Region herrscht gegenwärtig besonders heißes und trockenes Wetter, sodass Feuer sich leicht ausbreiten.

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