Handelsminister prüft Auktionsgewinner genau

Foto: The Nation
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BANGKOK: Der thailändische Handelsminister Phumtham Wechayachai hat angeordnet, innerhalb von sieben Tagen die Eignung der V8 Intertrading Co Ltd zu überprüfen, die als Höchstbietende aus einer Auktion für 15.000 Tonnen alten Reis hervorging. Die Maßnahme folgt öffentlichen Bedenken bezüglich der finanziellen Verhältnisse des Unternehmens und möglicher Verbindungen zu politischen Parteien oder großen Unternehmen.

Obwohl V8 Intertrading mit einem Angebot von 286 Millionen Baht (etwa 19,07 Baht pro Kilogramm) das höchste Gebot abgab, bleibt die offizielle Gewinnerbekanntgabe aus, bis die Untersuchung abgeschlossen ist. Die Firma, gegründet im März 2020 in der Provinz Kamphaeng Phet, weist laut Medienberichten ein Startkapital von lediglich zwei Millionen Baht auf. Im Jahr 2021 verzeichnete sie keine Einnahmen und einen Nettoverlust, erzielte jedoch im folgenden Jahr einen geringen Gewinn.

Minister Phumtham betonte die Bedeutung der Transparenz in diesem Prozess und erklärte, dass die Public Warehouse Organisation (PWO) nicht nur den finanziellen Hintergrund prüfen, sondern auch sicherstellen müsse, dass das Unternehmen den Reis angemessen verwalten kann. Sollte die PWO Bedenken haben, könnte eine Neuverhandlung mit dem Zweitplatzierten oder sogar eine neue Auktion in Erwägung gezogen werden.

Die Auktion fand am 17. Juni 2024 statt und umfasste Restbestände aus einem früheren, skandalumwitterten Versteigerungsprogramm der Regierung Yingluck Shinawatra. Der Reis, gelagert in den Einrichtungen Kittichai und Poolphol in Surin, wurde von Minister Phumtham als in gutem Zustand bestätigt. 

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Ingo Kerp 25.06.24 13:10
Ein Farang-Kaufmann hätte vor einem Gespräch über einen Verkauf irgendeines Gutes, die Bonität des evtl. Käufers vorab überprüft. Aber, das wäre eben das "Mißtrauen" eines Farang-Kaufmanns. In Thailand sieht man das lockerer. Man verkauft etwas und schaut dann mal nach, ob der Käufer überhaupt zahlen kann. Thay-System.