Erste Gespräche von Unterhändlern der USA und Chinas

Handelskonflikt 

Spitzenunterhändler von China und den USA führten die ersten Gespräche seit dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden. Foto: epa/Jason Lee
Spitzenunterhändler von China und den USA führten die ersten Gespräche seit dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden. Foto: epa/Jason Lee

PEKING/WASHINGTON: Erstmals seit der Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten Joe Biden haben die Unterhändler der USA und Chinas in ihrem andauernden Handelskonflikt Kontakt miteinander aufgenommen. Die neue US-Handelsbeauftragte Katherine Tai sprach am Donnerstag mit Chinas Vizepremier Liu He, wie in Peking und Washington mitgeteilt wurde. «Beide Seiten hatten einen offenen, pragmatischen und konstruktiven Austausch», berichtete Chinas Handelsministerium.

Ähnlich sprach das US-Handelsministerium von einem «freimütigen» Dialog. Eine solche Wortwahl deutet in der diplomatischen Sprache meist auf Meinungsverschiedenheiten hin. Beide Seiten unterstrichen nach übereinstimmenden Angaben auch die Bedeutung der Handelsbeziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften, die sich seit drei Jahren einen Handelskrieg liefern.

Das US-Handelsministerium sprach von einem «einführenden virtuellen Treffen». Tai habe über die Handelspolitik der Biden-Regierung «mit Arbeitern im Mittelpunkt» sowie über die «laufende Überprüfung» ihrer Handelsbeziehungen mit China gesprochen. Beide Spitzenpolitiker vereinbarten, ihre Diskussionen in Zukunft fortzusetzen.

Zuletzt hatten Unterhändler beider Seiten im August während der Präsidentschaft von Präsident Donald Trump miteinander gesprochen. In dem andauernden Handelskrieg mit Strafzöllen hatten die USA und China im Januar vergangenen Jahres eine Teilvereinbarung über eine erste Phase zur Beilegung der Konflikts getroffen, deren Einhaltung ungefähr alle sechs Monate überprüft werden sollte.

In der Vereinbarung hatte China zugesagt, seine Importe aus den USA deutlich zu erhöhen. Die chinesische Seite fordert eine Rücknahme der amerikanischen Strafzölle, die Trump auf fast alle Importe aus China verhängt hatte - mehr als Peking mit Gegenzöllen beantworten konnte.

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