Hackerangriff auf Kampagne für deutsche CSU

Online-Mitgliedschaften

Der Generalsekretär der Christlich-Sozialen Union (CSU), Markus Blume, spricht während einer Pressekonferenz in München. Foto: epa/Lukas Barth-tuttas
Der Generalsekretär der Christlich-Sozialen Union (CSU), Markus Blume, spricht während einer Pressekonferenz in München. Foto: epa/Lukas Barth-tuttas

BERLIN/MÜNCHEN: Auf die Kampagne der bayerischen Partei CSU für deutschlandweite Online-Mitgliedschaften hat es inmitten einer Eintrittswelle einen Hackerangriff gegeben. Es seien Tausende von Fake-Anmeldungen generiert worden, teilte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Dienstag mit.

Die IT-Abteilung der Partei sei aber schnell in der Lage gewesen, diese Anmeldungen zu identifizieren. Die CSU regiert in Deutschland mit ihrer Schwesterpartei CDU und den Sozialdemokraten der SPD. Am 26. September wird ein neues Parlament gewählt, die langjährige Kanzlerin Angela Merkel von der CDU wird dann nicht mehr antreten. Kürzlich hatte sich innerhalb der Union aus CDU und CSU der Machtkampf um die Kanzlerkandidatur zwischen CSU-Chef Markus Söder und CDU-Chef Armin Laschet entschieden.

Schon kurz nach dem Verzicht Söders und der Ausrufung Laschets zum Kanzlerkandidaten verzeichnete die CSU einen sprunghaften Anstieg von Anfragen nach Online-Mitgliedschaften. Eine solche Eintrittswelle habe man in den vergangenen 10 Jahren nicht gesehen, sagte Blume. Die Partei habe weit über 3000 neue Mitglieder innerhalb einer Woche verzeichnet. Das sei «ein wirklich sehr starkes Zeichen» und zeige auch, welche Bindekraft die CSU deutschlandweit für die Union habe.

Söder schnitt zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Kanzlerkandidatur in Umfragen deutlich besser ab als Laschet. Dennoch setzte sich der CDU-Chef mit Rückhalt der Parteispitzengremien durch. An der CDU-Basis sorgte diese Entscheidung allerdings in Teilen für großen Unmut.

Die CSU bietet seit September 2020 Online-Mitgliedschaften an, für die man keinem Ortsverband angehören muss. CSU-Online-Mitglieder haben damit zwar kein innerparteiliches Stimmrecht, können sich aber digital in die Parteiarbeit einbringen.

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