Gute Bakterien für den Darm

Probiotika und Erkrankungen des Verdauungssystems

Eine gesunde Darmflora wirkt sich positiv auf die gesamte Gesundheit aus. Probiotika können dabei helfen.
Eine gesunde Darmflora wirkt sich positiv auf die gesamte Gesundheit aus. Probiotika können dabei helfen.

BANGKOK: Sei es Miso, Kimchi, Joghurt, Kefir oder auch fermentierte Tees, wie z. B. Kombucha – fast jede Kultur der Welt besitzt mindestens ein fermentiertes Nahrungsmittel, das als gesundheitsfördernd angepriesen wird. Aber was haben diese Nahrungsmittel an sich, das ihnen medizinische Eigenschaften verleiht, die in normalem Essen nicht zu finden sind? Die Antwort hierauf findet man in etwas, dass wir im Allgemeinen als „Probiotika“ bezeichnen.

Bei Probiotika handelt es sich um natürlich vorkommende Mikroorganismen, die auf ihre Wirte gesundheits- und heilungsfördernd wirken können, wenn man sie zu sich nimmt. Man findet sie, wie vorstehend erwähnt, in fermentierten Nahrungsmitteln. Sie können jedoch auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln konsumiert werden, eine Verzehrmethode, die immer beliebter wird. Unabhängig davon, wie die Methode aussieht, besteht das Ziel darin, die „guten“ Bakterien in den Körper zu bringen. „Gute Bakterien“ sind jene natürlich vorkommenden Mikroben, die sich in einer Größenordnung im zweistelligen Milliardenbereich bewegt, und die dazu beitragen, dass unser Darm und der Rest des Körpers gesund bleiben. Durch schlechte Ernährung, Krankheiten und die Einnahme von Antibiotika kann es dazu kommen, dass wir unsere guten Bakterien vernichten und aufgrund dessen den Bestand in unserem Körper auffrischen müssen, um den Darm zu heilen oder zu schützen.

Unabhängig davon, ob bei Ihnen krankheitsbedingt ein Ungleichgewicht zwischen guten und schlechten Bakterien entstanden ist, bzw. während Sie Antibiotika einnehmen mussten, welche auch die guten Bakterien abtöten, oder ob sich aus einem anderen Grund nicht genug gute Bakterien in Ihrem Körper befinden: In verschiedenen Fällen kann es notwendig sein, Probiotika einzunehmen, um Verdauungsstörungen und sonstige Erkrankungen verhindern zu können. Die Darmgesundheit ist äußerst wichtig und Störungen deuten meist auf noch größere Probleme anderswo im Körper hin. In jenem Fall können Probiotika ausgesprochen nützlich sein: Sie helfen dem Körper, die notwendigen guten Bakterien zu stärken, um drohende Krankheiten zu verhindern oder Symptome mancher bereits vorhandenen Krankheiten sogar zu lindern.

Sind Probiotika das Richtige für Sie?

Insbesondere Patienten, die an den folgenden Krankheiten leiden oder gefährdet sind daran zu erkranken, wird empfohlen, die Einnahme von Probiotika im Rahmen ihrer Gesundheitsversorgung in Betracht zu ziehen:

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Durchfall, Verstopfung, Reizdarmsyndrom.

Auch bei vielen anderen Verdauungsproblemen ist die korrekte Anwendung von Probiotika hilfreich, ebenso bei einer ganzen Reihe sonstiger Erkrankungen und sogar bei bestimmten Allergien. Auch wenn Probiotika am wirksams­ten zur Verhinderung von Krankheiten eingesetzt werden können, kann Ihr Arzt sie auch zur Behandlung schwerer Verdauungsprobleme verwenden, z.B. bei akutem Durchfall und im Falle eines Reizdarmsyndroms.

Nicht alle Probiotika sind gleich

Ebenso wie es viele unterschiedliche Stämme schlechter Bakterien gibt, gibt es auch zahlreiche unterschiedliche Stämme guter Bakterien. Jeder einzelne Stamm ist für einen bestimmten Bereich verantwortlich oder in einem anderen Bereich stärker. Aufgrund dessen ist es wichtig, dass Sie zuerst mit Ihrem Arzt sprechen und nicht einfach eine Flasche im Laden kaufen und damit beginnen, Probiotika einzunehmen. Beispielsweise soll ein als Lactobacillus bekannter Stamm zur Behandlung von Verdauungsstörungen wirksam sein, jedoch gibt es vier verschiedene Variationen dieses Stammes, und nur ein geschulter Spezialist ist in der Lage genau zu bestimmen, welcher Stamm in welcher Menge Ihrer Gesundheit zu Gute kommt. Andererseits kann der Stamm Saccharomyces boulardii für bestimmte Arten von Durchfall besser geeignet sein, während eine Kombination von Bifidobacterium bifidum und Streptococcus thermopilus dabei helfen kann, Kinder vor bestimmten Infektionsarten zu schützen. Aus genau jenen Gründen ist es wichtig, dass Sie Ihre konkreten Gesundheitsprobleme mit Ihrem Arzt besprechen, bevor Sie ein probiotisches Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.


Erster Schritt für einen gesunden Darm

​Übernehmen Sie die Kontrolle über die Gesundheit Ihres Verdauungssystems und unternehmen Sie noch heute den ersten Schritt zu einem gesunden Darm: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme von Probiotika im Rahmen Ihrer Gesundheitsroutine. Besuchen Sie unser Digestive Disease Center im Bumrungrad International Hospital in Bangkok oder vereinbaren Sie telefonisch einen Termin unter der Rufnummer 02-011.2222. Deutschsprachige Unterstützung ist erhältlich unter der Rufnummer 02-011.3029 oder auch per E-Mail: infogerman@bumrungrad.com.

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