Guaidó empfängt deutschen Botschafter nach Rückkehr nach Venezuela

Archivbild: epa/Guaido's Press Office
Archivbild: epa/Guaido's Press Office

CARACAS (dpa) - Nach seiner Rückkehr nach Venezuela ist der deutsche Botschafter Daniel Kriener von dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó empfangen worden.

«Das Regime ist isoliert», sagte der Oppositionsführer am Dienstag nach einem Treffen mit dem Diplomaten in der Nationalversammlung. «Dass wir den Botschafter heute willkommen heißen konnten und die Anerkennung unserer Übergangsregierung durch das deutsche Außenministerium zeigen, dass wir auf dem internationalen Parkett vorankommen.»

Die Regierung von Präsident Nicolás Maduro hatte Kriener Anfang März zur unerwünschten Person erklärt und des Landes verwiesen. Sie warf ihm Parteinahme für die Opposition vor. Der Botschafter hatte Guaidó nach einer Reise durch Südamerika gemeinsam mit anderen Diplomaten am Flughafen von Caracas erwartet. Damit wollten sie verhindern, dass er bei seiner Rückkehr festgenommen wird. Guaidó hatte trotz eines laufenden Ermittlungsverfahrens und einer Ausreisesperre das Land verlassen.

Anfang Juli teilte die venezolanische Regierung mit, dass sie Kriener nicht länger als unerwünschte Person einstuft. Am vorvergangenen Wochenende kehrte der Botschafter nach Caracas zurück. Dort traf er sich auch bereits mit Maduros Außenminister Jorge Arreaza.

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Thomas Sylten 01.08.19 18:45
Zwischen Diplomatie und Schleimspur liegt das weite Feld des Könnens. Herr Kriener ist eine peinliche Fehlbesetzung, der nichts zur diplomatischen Lösung, aber alles zur Verschärfung der eh angespannten Situation beiträgt. Die venezolanische Regierung kanns offenbar gelassen hinnehmen - durchaus ein Zeichen von Größe ihrer schwierigen Lage..