Grundstücks-Schiebung am Flughafen?

Foto: Gruber
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KOH SAMUI: Erneut sind öffentlich Vorwürfe der illegalen Landnahme durch die Fluggesellschaft Bangkok Air auf Koh Samui laut geworden. Und wieder blieben Nachfragen von Journalisten bei dem Exklusivbetreiber des Airports Samui unbeantwortet.

Einem Bericht der „Bangkok Post“ zufolge sollen rund 16 Rai Land im Einflugbereich an der Landebahn unrechtmäßig von der Privatfluggesellschaft requiriert worden sein – dabei soll es sich Ermittlungen des thailändischen Finanzministeriums sowie des Grundbuchamtes zufolge um öffentliches Land handeln. Aufgedeckt wurde der mutmaßliche Landskandal in einer der teuersten Gegenden der Ferieninsel durch die Nationale Antikorruptionsbehörde und nun deren Verdacht bei Untersuchungen von Regierungsstellen erhärtet. Der Flugbetrieb werde durch diese Ermittlungen nicht beeinträchtigt, hatte bereits vor Wochen der Besitzer von Bangkok Air, Puttipong Prasarttong-Osoth, verlautbart. Seither gab es dazu keine Stellungnahme der Fluglinie.

Dass vier hohe Beamte des Landamtes Koh Samui wegen dieses Falles ihrer Posten enthoben wurden, deutet auf eine größere Tragweite hin. Noch seien die Ermittlungen nicht abgeschlossen, sagte Surat Thanis Gouverneur Uaychai Innak, und Bangkok Air sicherte zu, im Falle staatlicher Sanktionen im vollen Umfang kooperieren zu wollen. Man habe, so Präsident Puttipong, das Land im Jahr 1999 vom thailändischen Schatzamt offiziell langfristig gemietet.

Im Grundbuchamt Koh Samui hatte es in den vergangenen Jahren wiederholt Fälle von schwerster Korruption gegeben, die mehrfache Neubesetzung entscheidender Posten konnte dem Millionengeschäft unter dem Tisch nie wirklich Einhalt gebieten. 

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