Größere Sicherheit für Tempel im Süden

Foto: epa/Diego Azubel
Foto: epa/Diego Azubel

THAILAND: Nachdem vor Tagen zwei Mönche bei einem Angriff von mutmaßlichen militanten Separatisten getötet wurden, lässt die Regierung im tiefen Süden die Sicherheit erhöhen.

Alle buddhistischen Tempel erhalten hohe Mauern, Sperrdraht und Sicherheitskameras. Das wurde auf einer Dringlichkeitssitzung beschlossen. Tage zuvor hatten bewaffnete Männer im Wat Rattana Nuphab der Provinz Narathiwat zwei Mönche erschossen. Es war das erste Mal seit 2015, dass buddhistischer Mönche im Süden getötet wurden. Zwei weitere Mönche liegen verletzt im Krankenhaus, ihr Zustand ist stabil. Weil Mönche aus Sicherheitsgründen wegen der täglichen Gewalt in den Provinzen Pattani, Yala und Narathiwat morgens keine Almosen sammeln können, wird das Office of Buddhism jedem Mönch im Monat 2.500 Baht bereitstellen. Narong Song-arom, Sprecher der nationalen buddhistischen Behörde, hat die Bewohner aufgerufen, mit den Sicherheitskräften zusammenzuarbeiten, um die Tempel vor Angriffen zu schützen. Nach Angaben der Regierung gab es im Jahr 2014 in Pattani 80 buddhistische Tempel, in Yala 50 und in Narathiwat 74. In den vorwiegend von Muslimen bewohnten Provinzen hat sich die Gewalt in jüngster Zeit verschärft, obwohl die Regierung versucht, festgefahrene Friedensgespräche wiederzubeleben.

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Leserkommentare

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Thomas Thoenes 23.01.19 14:44
@Jugen Steinhoff
mit ca. 1,2 Milliarden Gläubige ist diese "Minderheit" nicht so wirklich klein. Gut es sind natürlich nicht ALLE davon Extremisten oder Terroristen aber es ist auch KEIN Friedensnobelpreisträger darunter. Insofern wäre handeln angebracht.
Jurgen Steinhoff 23.01.19 10:54
Es wäre besser umgekehrt
dass alle gewaltbereiten Islamisten eingesperrt würden. Ja es ist wirklich traurig, dass es soweit gekommen ist. Das gleiche ist mit den idiotischen Sicherheitskontrollen an Flugplätzen, an die wir uns mitlerweile gewöhnt haben. Wie muss sich die ganze Welt wegen einer kleinen Minderheit gängeln lassen....
Oliver Harms 23.01.19 10:51
wie europas weihnachtsmärkte und andere feste
mit mauern, zäunen und maschinenpistolen gesichert vor den mörderischen-fachkräfte-horden aus dem zu nahen osten und wo auch immer die anhänger derdarkside religion noch herkommen.
Thomas Thoenes 22.01.19 10:53
Ist das nicht traurig?
Im Land des Lächelns und Friedens müssen sich Klöster und Mönche der vorherrschenden FRIEDLICHEN Religion Buddhismus mit hohen Mauern und Stacheldraht vor Terroranschlägen schützen. Wer seinen Glauben mit Gewalt und Terror durchsetzen und verbreiten möchte hat hier nichts zu suchen.