Greta Thunbergs Reise beginnt

Erster Stopp Lausanne

Archivbild: Twitter/@gretathunberg
Archivbild: Twitter/@gretathunberg

STOCKHOLM (dpa) - In Stockholm hat alles angefangen mit der internationalen Klimaprotestbewegung, nun verabschiedet sich die Initiatorin für die kommende Zeit von ihrer schwedischen Heimat. Greta Thunberg reist für das Klima zunächst in die Schweiz - wie immer ohne Flugzeug.

Vor ihrer großen Reise per Hochseejacht über den Atlantik hat Greta Thunberg ihrer schwedischen Heimat bis auf Weiteres den Rücken gekehrt. Die 16 Jahre alte Klimaaktivistin startete am Samstag in Stockholm ihre Tour, die sie im Laufe der kommenden Monate in die USA und nach Chile bringen soll. «Im Morgenzug nach New York und Santiago de Chile...», schrieb die junge Schwedin zu einem Bild von sich vor einem schwedischen Zug auf Twitter, Facebook und Instagram.

Bevor sie nach Übersee übersetzt, reist Thunberg zunächst nach Lausanne in die Schweiz. Dort treffen sich von Montag bis Freitag junge Klimaaktivisten aus Dutzenden Ländern zu einer internationalen Konferenz der Klimaschutzbewegung Fridays for Future.

Nach Angaben aus ihrem Umfeld will Thunberg anschließend rund um das kommende Wochenende nach Großbritannien aufbrechen. Von dort will sie ab Mitte des Monats mit einer emissionsfreien Hochseejacht nach Amerika segeln. Die Segelprofis Boris Herrmann und Pierre Casiraghi bringen die 16-Jährige, deren Vater und einen Filmemacher über den Atlantik. Die Reise von Großbritannien nach New York soll etwa zwei Wochen dauern, ihr genauer Beginn hängt vom Wetter ab.

Thunberg hatte sich bereits am Freitag von Schweden und ihrem Protestort vor dem Reichstag in Stockholm verabschiedet. «Schulstreik Woche 50. Dies ist der letzte Tag für mich in Schweden für eine sehr lange Zeit», twitterte sie.

Später stellte sie klar, dass der freitägliche Klimaprotest in der schwedischen Hauptstadt auch ohne sie weitergehen werde. «Nur damit ihr's wisst: Der Schulstreik ist absolut nicht «abgeschlossen», weder für mich noch für all die anderen, die jeden Freitag streiken.» Sie setze ihren Protest auf ihre Weise fort, während die Aktionen in Stockholm ebenfalls fortgeführt würden. «So lange es erforderlich ist.»

Zu den wichtigsten Stationen Thunbergs in Übersee gehören der Klimagipfel der Vereinten Nationen am 23. September in New York und die jährliche UN-Klimakonferenz in Chile im Dezember. Außerdem will Thunberg im September an großen Klimademonstrationen teilnehmen.

Wegen der hohen Menge an Emissionen, die durch Flugreisen verursacht werden, verzichtet Thunberg auf Flugzeuge. Die Hochseejacht «Malizia II», mit der sie über den Atlantik segelt, erzeugt nach Angaben ihres Teams keine Abgase. Sie ist mit Solarpaneelen und Unterwasserturbinen ausgestattet, mit denen der an Bord benötigte Strom erzeugt wird.

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Thomas Sylten 06.08.19 19:55
Herr Franke
Sollte er ironisch gemeint sein, ist Ihr Beitrag köstlich - denn sollte er ernst gemeint sein, könnte ich mich über so viel Naivität nur wundern, auch wenn Sie selbstredend Recht haben: so SOLLTE es sein..!! Im Übrigen hoffe ich sehr dass auch und gerade die Kinder der Verursacher bei FfF dabei sind - betroffen vom Klimawandel sind sie allemal genauso.. Herr Volkmann: Wir sind ja offenbar ähnlicher Meinung was die Verantwortlichkeiten betrifft - sich an der Person Greta abzuarbeiten (die Ihren Erfolg kaum begreifen dürfte, der aber eben im rechtenAugenblick den Nerv der Zeit traf) zeugt hingegen von Ablenkung vom Wesentlichen, nämlich dem Thema - und da stehen auch Interessen dahinter, und zwar weniger gute..
Hans-Dieter Volkmann 06.08.19 17:54
Thomas Syiten 06.08.19 03:47
Herr Syiten, ich glaube das Herrn Haustein sehr wohl der Klimawandel am Herzen liegt. Er hat bedeutende Fakten genannt an denen niemand vorbei kommt. Ich selbst bin davon überzeugt das ein so junger Mensch wie die Greta gar nicht über die nötigen Fähigkeiten und Erfahrungen verfügt um alleine eine so mittlerweile internationale Bewegung ins Leben zu rufen. Sie hat mit einem Schild in der Hand den Anfang gemacht und andere Menschen haben ihre Chance erkannt. Sie wird in Perfektion fremd gesteuert. Wenn ich das so sehe bedeutet das nicht als wäre mir der Klimawandel gleichgültig. Im Gegenteil, ich hoffe das eines Tages jene Menschen bestraft werden welche unsere Welt heute verderben. Dazu gehören viele Politiker die sich nicht ernsthaft für unsere Umwelt einsetzen. Ebenso aber auch Industrieproduzenten, ja auch unsere Landwirtschaft (Massentierhaltung). Sie alle denken lieber an ihre Gewinnmaximierung anstatt an unsere Umwelt.
Jürgen Franke 06.08.19 15:36
Herr Sylten, ich werde sicherlich Ihre
Sichtweite nicht ändern, kann lediglich hoffen, dass die Eltern der Kids nicht in diesen Konzernen, die Sie für die Umweltzerstörung verantwortlich machen, tätig sind. Ich gehe davon aus, dass Ihnen bekannt ist, dass sämtliche Konzerne der Welt, sich an die Gesetze zu halten haben, die ihnen der Gesetzgeber, das demokratisch gewählte Parlament, vorgibt. Dort werden Entscheidungen getroffen und nicht durch Kinder auf der Straße. Wir sind nicht in China im Jahre 1966.
Michael Meier 06.08.19 15:35
@ Greta
Unsere Generation hat das Klima versaut und die Verursacher dieses Problems kümmern sich nicht um das Thema , sondern nur darum ob evtl. hinter Greta wirtschaftliche Interessen verborgen sind . Einfach wie bisher weitermachen ist die richtige Devise ?
Thomas Sylten 06.08.19 14:39
Herr Franke
Hier werden doch keine Kinder gegen ihre Eltern aufgehetzt - das ist eine recht unreflektierte grobe Unterschätzung der Jugendlichen (!), die in ihrem Anliegen ja bekanntlich von den "Profis" (Wissenschaftlern) vollumfänglich unterstützt werden. Bei den Aktionen von FfF geht es weniger gegen Eltern als vielmehr gegen diejenigen Konzerne, die von der Umweltzerstörung profitieren und deshalb bislang ungerührt weitermachen mit der Zerstörung der Lebensgrundlagen der zukünftigen Generationen. Wer gegen diese aufgeweckten Kids argumentiert hält sich zwar oft für erleuchtet, hat aber einfach den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen und spielt das Spiel dieser Konzerne, ihrer Lobbyisten und abhängigen Politiker mit. Ihre Idee, die benzinsaufenden SUVs zu zerschlagen, halte ich immerhin für lösungsorientiert: "SUV-Scham" wäre doch mal ein Anfang.. :)