Goldpreis fällt unter 1800 US-Dollar - Einbruch nach Fed-Aussagen

Goldpreis fällt unter 1800 US-Dollar - Einbruch nach Fed-Aussagen

LONDON: Der Goldpreis ist am Donnerstag unter die Marke von 1800 US-Dollar gefallen. Nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed vom Mittwochabend sank der Preis für das Edelmetall bereits um etwa 60 Dollar oder um mehr als drei Prozent. Gegen Mittag wurde eine Feinunze (31,1 Gramm) dann an der Börse in London zwischenzeitlich mit 1795 Dollar gehandelt. Damit lag der Goldpreis auf dem tiefsten Stand seit Anfang Mai.

In den USA gibt es erste Hinweise auf eine Änderung der Geldpolitik. Zwar setzte die Fed bei ihrer Zinsentscheidung weiter auf die Fortsetzung ihrer extrem lockeren Geldpolitik. Sie gab sich aber zuversichtlicher für die US-Wirtschaft und signalisierte perspektivische Zinsanhebungen. Außerdem gab Notenbankpräsident Jerome Powell zu erkennen, dass eine Debatte über eine Rückführung der milliardenschweren Wertpapierkäufe begonnen habe.

Die Aussagen der US-Notenbank sorgten für einen kräftigen Anstieg der Renditen am Markt für Staatsanleihen. Die Festverzinslichen werden damit für Investoren ein Stück weit attraktiver im direkten Vergleich zu Gold. Außerdem lösten die Äußerungen der Fed kräftige Kursgewinne beim US-Dollar aus. Da Gold auf dem Weltmarkt in der amerikanischen Währung gehandelt wird, verteuert ein Kursanstieg das Edelmetall für viele Interessenten und bremst somit die Nachfrage.

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