XXIII. Olympischen Winterspiele sind zu Ende

Foto: epa/Sergei Ilnitsky
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Bach beendet Winterspiele in Korea: «Spiele der neuen Horizonte»

PYEONGCHANG (dpa) - Die XXIII. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang sind beendet. IOC-Präsident Thomas Bach beschloss die Spiele am Sonntag um 21.40 Uhr Ortszeit. Gleichzeitig lud er die «Jugend der Welt» zu den XXIV. Winterspielen 2022 nach Peking ein. 13 Minuten später erlosch die olympische Flamme, die am 9. Februar entzündet worden war. Zuvor hatte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in seiner Rede bei der Schlussfeier die ersten Winterspiele in Südkorea als «die Spiele der neuen Horizonte» gewürdigt.

Gold-Double für Bobfahrer Friedrich 

Die deutschen Eishockey-Spieler verpassen das Olympia-Wunder in Pyeongchang und verlieren das Finale gegen die Olympischen Athleten aus Russland knapp. Bobpilot Friedrich macht zuvor sein Gold-Double perfekt. Das IOC hebt Russlands Suspendierung nicht auf. Zuvor hatten die deutschen Bobfahrer einen Doppelerfolg im Vierer gefeiert. Zweierbob-Olympiasieger Francesco Friedrich holte sich das Gold-Double vor Nico Walther, der sich zusammen mit dem zeitgleichen Südkoreaner Won Yunjong Silber sicherte. Walthers Anschieber Kevin Kuske ist nach Platz zwei nun der erfolgreichste Bobsportler der Welt mit viermal Gold und zweimal Silber.

Eishockey-Team verpasst Wunder 

Die Sensation für das deutsche Eishockey-Team bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang ist ausgeblieben. Nach einem bravourösem Kampf verlor die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm das Finale am Sonntag gegen die hochfavorisierten Olympischen Athleten aus Russland mit 3:4 (0:1, 1:0, 2:2) nach Verlängerung. 55,5 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit gelang den Russen noch der Ausgleich, mit dem sie sich in die Overtime retteten. Trotz der unglücklichen Niederlage ist Silber der größte Erfolg des deutschen Eishockeys.

Deutsche Athleten holten 31 Medaillen

Deutsche Athleten holten in Korea 14 Mal Gold, zehnmal Silber und siebenmal Bronze. Bei der Anzahl der Goldmedaillen fuhr die deutsche Mannschaft damit ihr bestes Ergebnis bei Winterspielen ein. Mit Blick auf die Gesamtzahl an Edelmetall liegt der Bestwert weiter bei 36 von Olympia 2002 in Salt Lake City. In Sotschi hatte Team D mit 19 Medaillen den Tiefstwert seit der Vereinigung verzeichnet.

Deutsches Eishockey-Team gewinnt Silber

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Sensations-Gold knapp verpasst. Das deutsche Team unterlag am Sonntag im Finale den Olympischen Athleten aus Russland mit 3:4 nach Verlängerung, damit blieb es bei Silber. Es ist der bislang größte Erfolg im deutschen Eishockey.

Russland über Olympia hinaus suspendiert

Das Internationale Olympische Komitee hält die Suspendierung Russlands über das Ende der Winterspiele in Pyeongchang hinaus aufrecht. Damit konnten die Athleten aus Russland bei der Schlussfeier am Sonntag nicht mit der eigenen Landesfahne ins Olympiastadion einlaufen, wie das IOC-Exekutivkomitee am Vormittag entschieden hatte. Erst wenn bestätigt ist, dass alle Doping-Proben der als «Olympische Athleten aus Russland» unter neutraler Fahne angetretenen russischen Sportler negativ sind, werden die Sanktionen gegen das Nationale Olympische Komitee Russlands aufgehoben.

Achtes Gold für Marit Björgen: Erfolgreichste Winter-Olympionikin

Mit ihrem nächsten Olympia-Coup von Pyeongchang hat sich die Norwegerin Marit Björgen zur erfolgreichsten Teilnehmerin bei Olympischen Winterspielen gekürt. Die 37 Jahre alte Langläuferin siegte am Sonntag über 30 Kilometer in der klassischen Technik und wiederholte ihren Triumph von Sotschi 2014. Mit nun acht Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen überholte Björgen den Biathleten und Landsmann Ole Einar Björndalen, der in seiner Olympia-Laufbahn zwei Bronze-Medaille weniger geholt hatte. Silber ging an die Finnin Krista Parmakoski, Bronze an die Schwedin Stina Nilsson.

Deutschland von Norwegen noch im Medaillenspiegel überholt

Durch die letzte Entscheidung bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang ist Deutschland noch von Norwegen im Medaillenspiegel überholt worden. Langläuferin Marit Björgen sicherte am Sonntag über 30 Kilometer das 14. Gold für Norwegen, so viele hat auch das deutsche Team nach dem Viererbob-Triumph von der Crew um Pilot Francesco Friedrich. Dazu kommen zehnmal Silber und siebenmal Bronze. Die Norweger haben hingegen vier Silbermedaillen mehr auf dem Konto und liegen in der Endabrechnung damit vorne. Bei der Anzahl der Goldmedaillen fuhr die deutsche Mannschaft damit ihr bestes Ergebnis bei Winterspielen ein.

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