Globaler Hub für Naturheilmittel

Foto: krisana / Fotolia.com
Foto: krisana / Fotolia.com

THAILAND: Mit dem Ziel, Thailand innerhalb von 20 Jahren zum internationalen Zentrum für pflanzliche Arzneimittel zu entwickeln, haben die Regierung und freie Träger eine Vereinbarung geschlossen, die darauf abzielt, den Ausbau und professionellen Einsatz der Präparate zu optimieren.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, einigten sich die Akteure auf die Entwicklung eines global anerkannten Standards für Heilkräuter. „Die Öffentlichkeit, vor allem ältere Menschen, interessieren sich zunehmend für Kräuter- und ganzheitliche Heilmittel, sowohl in Thailand als auch in Übersee“, sagte Kiattibhoom Vongrachit, Generaldirektor des Amts für Thailändische Traditionelle und Alternative Medizin (DTAM) in der „Bangkok Post“.

Der Weltmarkt für Heilkräuter wird auf 92 Milliarden US-Dollar (3 Billionen Baht) geschätzt. Während die Zahlen für den thailändischen Markt von Quelle zu Quelle unterschiedlich ausfallen, exportierte Thailand im Vorjahr Kräuter im Wert von über 500 Millionen Baht, weshalb Experten prophezeien, dass noch viel Platz nach oben bestehen würde. Ziel ist, den Handelswert mit thailändischen Naturheilmitteln bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln.

Zu den derzeitigen Problemen zählen eine fehlende Standardisierung in Bezug auf die Qualität thailändischer Kräuter, Gesundheitsrisiken aufgrund von Cadmium-kontaminierten Böden und das Fehlen von durch Fachleuten überprüften wissenschaftlichen Tests zur Bestätigung des Gesundheitsnutzen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

Pflichtfelder
Michael Meier 13.08.18 14:05
kräuter medizin
ist schon klar hansruedi , die chinesen hatten schon vor 7000 jahren die kräutermedizin und konnten sogar lesen und schreiben . es waren nur keine thais vor 5 tausend jahren . oder ?
Hansruedi Bütler 13.08.18 13:30
Traditionelle (thailändische) Kräutermedizin
Lieber Michael, es kommt darauf an, ob man den Begriff "Thai" festnageln will oder sich aber die Freiheit erlaubt, dass schon vor den Thais, Völker mit kulturellem Hintergrund hier lebten, welche schon die Naturmedizin benutzten. Ganz in Deiner Nähe findest Du einen Beweis dafür! Ban Chiang: 1966 machte der US-Amerikaner Steve Young (Sohn des damaligen amerikanischen Botschafters in Thailand) die Archäologen in Bangkok auf die Stätte aufmerksam. Zum Vorschein kamen in zwei Kampagnen (1966–1967 und 1972) sensationelle Funde, die zunächst darauf hindeuteten, dass die Gegend bereits vor fast 6000 Jahren besiedelt war und eine hochentwickelte Kultur beherbergte. Erst bei späteren Grabungen konnte genügend organisches Material für eine Radiokarbon-Datierung gewonnen worden, wodurch die Anfänge von Ban Chiang auf das 3. Jahrtausend v. Chr. neu datiert wurden.Quelle: Wikipedia Vergiss auch die fantastischen Malereien in den südlichen Höhlen nicht, welche vor 10 bis 15 Tausend Jahre entstanden sind. Es kommt doch darauf an, was man als Volk bezeichnet. Fast jedes große Volk hat mal mit kleinen Sippen und Dörfern begonnen. Siam Fan hat schon recht, wenn er die Kräuterheilkunde weiter zurückdatiert. Leider sind beim Brand im Naturhistorischen Museum in Ayutthaya 90% aller historischen Zeugnisse unwiderruflich zerstört worden. Die Vorgeschichte Thailands reicht bis zur Gründung des ersten Thai-Königreiches zurück - und was war weit weit vorher??? Besiedlung von Süden her???
Michael Meier 13.08.18 11:41
@ siam fan
wo nimmst du die 5000 jahre her ??? Die älteste heute bekannte Zivilisation war die Dvaravati-Kultur, deren Zentren wahrscheinlich im heutigen Lop Buri, Nakhon Pathom und Lamphun lagen und deren kultureller Höhepunkt im 6. bis 9. Jahrhundert erreicht wurde. Träger dieser Kultur waren buddhistische Mon, die von Landwirtschaft und Handel lebten und im 9. Jahrhundert das Reich Hariphunchai gründeten, das bis ins 11. Jahrhundert von einer Mon-Dynastie beherrscht wurde. Ostthailand wurde zeitweise vom Funan-Reich beherrscht, deren Bevölkerung auch den Mon-Khmer-Völkern zuzurechnen sein könnte. Herkunft der Tai : Die Tai (Vorfahren u. a. der heutigen Thai und Lao) wanderten einer These zufolge über einen längeren Zeitraum aus dem Norden entlang der Flüsse Mekong, Chao Phraya und Irrawaddy in das Gebiet des heutigen Thailand ein. Das ursprüngliche Siedlungsgebiet der Tai ist nicht genau geklärt. Möglicherweise stammen die Tai aus dem heutigen Südchina und Nordvietnam und wurden durch den Druck der Chinesen und Vietnamesen zur Migration Richtung Süden gezwungen. Laut anderen Thesen siedelten die Tai in Nord- oder Zentralchina oder sie waren die Grundbevölkerung des Nanzhao-Reiches; beide Thesen sind jedoch aus heutiger Sicht nicht haltbar. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Tai südliche Gebiete des Nanzhao-Reiches besiedelten, denn aus chinesischen Quellen geht hervor, dass sie aufgrund ihrer kriegerischen Aktivitäten gefürchtet waren. 600 Jahre Laos und davor 2000 Jahre Khmer!
Siam Fan 12.08.18 20:46
Abspaltung vor 5000Jahren
Da gab es noch gar kein Thailand (aber schon Khon Tahi). Die traditionelle thailändische Medizin soll sich vor etwa 5.000 Jahren aus den Diagnose- und Therapiekonzepten der traditionellen chinesischen Medizin und der indischen Ayurveda entwickelt haben. Wiederbelebt wurde die TTM 1782–1851. Ich halte gar nichts von dem Gesundheitstuorismus für die westliche Medizin, die nur den Vorteil hatte, dass er so günstig WAR!! Dagegen haben die 'mo luang' und die 'mo ratsadohn' oder 'mo chaloei sak' aber wirklich was Besonderes. Kuren, die mit einer umfassenden ganzheitlichen Untersuchung durch einen 'mo ratsadohn' beginnen und mit Massagen, Strandurlaub durchsetzt werden, wäre etwas, was kein anderer anbieten kann und was zu einem sicheren Standbein des Tourismus werden könnte. Den verschriebenen Bedarf, kann man den Kurenden bis zum nächsten Jahr mitgeben. Dann würde sich wohl nur das mit dem Kurschatten unterscheiden. Den Einschränkungen zu den Medikamenten, die hier bereits gemacht wurden, schließe ich mich an und ergänze eine Verschreibungsplicht.
Thomas Thoenes 12.08.18 18:34
Zu allen Argumenten dagegen
kommt erschwerend hinzu, dass China bereits ganz groß in dieser Branche ist und sicherlich nicht aufhört zu expandieren. Das ein zu holen oder sogar zu überholen halt ich für einen Wunschtraum.