Gesetz zur Freigabe von Marihuana in Kraft getreten

Foto: epa/Bea Kallos
Foto: epa/Bea Kallos

BANGKOK: Mit der Veröffentlichung in der „Royal Gazette“ ist das Betäubungsmittelgesetz B.E. 2562 zur medizinischen und wissenschaftlichen Anwendung von Marihuana in Kraft getreten.

Der Narcotics Act von 1979 musste geändert werden, um die Freigabe von Marihuana zur Behandlung von Patienten, zum Studium, zur Forschung und Entwicklung sowie für landwirtschaftliche, kommerzielle und industrielle Zwecke zu ermöglichen. Die legale Verwendung von Marihuana wird jedoch der Kontrolle eines Ausschusses unter der Leitung des ständigen Staatssekretärs beim Landwirtschaftsministerium unterstehen. Vertreten sind weiter die Abteilungen für Gesundheitsfürsorge, für Industriearbeit, für psychische Gesundheit und der Ärzterat. Das Gesetz erlaubt auch die legale Verwendung von „Kanchong“ oder Hanf mit Zustimmung des Ausschusses.

Der Konsum von Marihuana in Mengen, die eine angemessene Behandlung bestimmter Beschwerden ermöglichen, ist jetzt gesetzlich möglich. Es muss jedoch ein Rezept oder eine Bescheinigung eines zertifizierten Arztes vorliegen. Der Import oder Export von Marihuana mit einem Gewicht von mehr als 10 Kilogramm ist jedoch nicht zulässig, da dies als Drogenhandel betrachtet wird.

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Herbert Jochen Schmidt 20.02.19 15:43
Leider geht das wieder ein Schuss in den Ofen
Die Freigabe von Marihuana fuer Menschen die an chronischen Schmerzen oder Parkinson/ Epilepsy etc leiden ist eine sehr gute Sache diesen armen Menschen etwas zu helfen ! Aber ich sehe mal wieder die Gefahr dass die gute Absicht von korrupten Medeziner und Junkys missbraucht wird und es in verrucht geraet ! Sehr sehr Schade, dass aufgrund wenigen die Gesamtheit wieder leiden muss !
Peter Fischer 20.02.19 13:30
Damit auch für die vielen Farang die sich im Land aufhalten die Sachlage ganz klar gestellt ist.Die Anwendung dieses Gesetzes gilt nur für Personen die ernsthaft krank sind und nicht für irgendwelche Drogenabhängige die meinen nun freie Fahrt für den Anbau zu haben.
Roman Müller 20.02.19 13:29
Oh oh
das wird wohl Diskussionen geben. Vielen Menschen geht es mit "kiffen" besser. Nun muss nur noch ein Arzt gefunden werden der den Freipass (Rezept) ausstellt. Dürfte eigentlich kein unlösbares Problem darstellen in Thailand.....