Geschwister wollen bei ihrem Schweizer Vater wohnen

Foto: The Nation
Foto: The Nation

BANGKOK: Die Polizei hat am Sonntag zwei thailändisch-schweizerische Geschwister im Alter von 11 und 12 Jahren in die Obhut des Sozialministeriums gegeben.

Die beiden waren am 29. März aus ihrer Unterkunft in Bangkok geflohen, angeblich weil sie von ihrer 37-jährigen thailändischen Mutter beschimpft und geschlagen worden waren. Die beiden hatten zu ihrem Schweizer Vater gehen wollen, der 20 Kilometer entfernt wohnt. Doch sie fanden die Adresse nicht. Bruder und Schwester waren letzten Mai Überlebende eines Dramas. Sie und ihre zwei jüngeren Geschwister im Alter von 5 und 7 Jahren waren nachts vom Balkon ihres Apartments in die Tiefe gefallen, während die Mutter ihrer Arbeit nachging. Die jüngeren Geschwister erlagen ihren schweren Verletzungen.

Bruder und die Schwester sagten jetzt der Polizei, sie wollten nicht zu ihrer Mutter zurückkehren. Sie wurden von Ronnasit Proeksayajiva, Gründer der Ronnasit Foundation für Kinder und Frauen, die Opfer von Menschenhandel und Gewalt sind, begleitet. Die Kinder behaupteten, ihre Mutter habe sie beschimpft und geschlagen, sie wollten bei ihrem Schweizer Vater in der Soi Ramkhamhaeng 160 bleiben. Später stellte die Polizei fest, dass der Vater sich nicht in Thailand aufhält. Er soll jetzt kontaktiert werden. Bis zur Entscheidung über das Sorgerecht wird sich das Sozialministerium um die Kinder kümmern.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.