Genfer Parlament will eine Art Radarfalle für laute Autos

Foto: epa/Salvatore Di Nolfi
Foto: epa/Salvatore Di Nolfi

GENF (dpa) - Einmal so richtig den Motor aufdrehen und dann mit quietschenden Reifen anfahren - so mancher Motorrad- oder Sportwagenfahrer findet Spaß daran, zum Leidwesen von Anwohnern. Auch sonst können besonders knatternde Motoren ganz schön nerven.

Die Schweizer Rhonestadt Genf sorgt sich wegen des zunehmenden Verkehrslärms um das Wohlergehen der 200 000 Einwohner und will dem einen Riegel vorschieben. Dem Parlament des Kantons Genf schwebt eine Art Radarfalle für zu laute Autos vor.

Das Parlament hat die Regierung im Januar beauftragt, einen Apparat entwickeln zu lassen, der die Lautstärke von Autos messen kann. Die Polizei solle damit ausgestattet werden und lärmende Autos aus dem Verkehr fischen können. Im Fall einer Überschreitung eines noch festzulegenden Grenzwertes soll sie dann Strafen verhängen, heißt es in dem Antrag des Parlaments. Die Stadt habe sechs Monate Zeit, sich mit dem Auftrag zu befassen, sagte ein Parlamentssprecher.

Lärm sei die zweitstärkste Form der Umweltbelästigung nach der Luftverschmutzung, begründete das Parlament den Antrag. 60 Prozent der Genfer Einwohner litten unter Lärm, und das könne Herzkrankheiten und Diabetes verschlimmern. Die Einwohner hätten laut Verfassung des Kantons Genf Anrecht auf eine gesunde Umwelt.

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