Gebühren-Zuschlag für besonders laute Flugzeuge in Zürich

Foto: Twitter/@_alphabravo
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ZÜRICH (dpa) - In Zürich ist das Starten und Landen mit besonders lauten Flugzeugen in den Randzeiten ab sofort teurer.

So steigt der Nachtzuschlag ab 22.30 Uhr für den Start eines Langstreckenflugzeugs - etwa Boeing B777-300ER - fast auf das Vierfache. Die neue Gebührenordnung ist seit Mittwoch in Kraft. Von 23.30 Uhr bis 06.00 Uhr gilt in Zürich ein Nachtflugverbot.

Die Behörden wollen Fluggesellschaften dazu bringen, mit leiseren Maschinen oder zu anderen Zeiten zu fliegen. Die Einnahmen sollen ausschließlich in den Lärmschutz fließen, etwa für Schallschutzfenster für Flughafenanwohner.

Gemeinden in Süddeutschland streiten seit Jahren mit den Schweizern über den Fluglärm. Viele Starts und Landungen gehen über deutsches Staatsgebiet. Der Schutzverband für die Bevölkerung um den Flughafen Zürich begrüßte die Gebührenerhöhung, hält aber auch die neuen Gebühren noch für zu niedrig.

Diese Woche testen Forscher, ob leisere Anflüge mit einem neuen Assistenzsystem erreicht werden. Die Software macht Piloten Vorgaben, etwa wann das Flugzeug sinken oder wann das Fahrwerk ausgefahren werden soll. Das soll den Lärmpegel um bis zu einem Viertel senken.

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Norbert Kurt Leupi 13.09.19 10:06
Lärmpegel senken
Statt dass die Lufthansa-Group , zu der die SWISS gehört , vor ein paar Jahren Airbusse der Baureihe 350 XWB - 900 der 1000 bestellt hat , mussten unbedingt ein paar Boeing 777-300 ER her , weil Airbus nicht so schnell liefern konnte ! Und die vom Lärm geplagten Gemeinden Süddeutschlands sollen sich gefälligst beim deutschen Verkehrs - oder Umweltminister beklagen , denn die SWISS fliegt ja Gewinne für die deutsche Lufthansa ein ! Und der neueste " Coup " aus den USA ist , dass ein SWISS-Pilot der Zentrale in ZRH mitgeteilt hat, dass Esswaren , die bei der Landung , z.B.in New York , an Bord übrig bleiben , vernichtet werden müssen , auch wenn sie noch frisch und essbar sind ! " Ein Ami-Gesetz eben " !