Gasexplosion bei Zwangsräumung in Wien nur knapp verhindert

Symbolfoto: Freepik/Kotkoa
Symbolfoto: Freepik/Kotkoa

WIEN: Ein Mann in Wien soll die Gasleitung seiner Wohnung vor einer Zwangsräumung absichtlich beschädigt und damit am Dienstag beinahe eine Explosion ausgelöst haben. Die Polizei ermittelt wegen mehrfachen Mordversuchs gegen den Mieter, der zunächst flüchtig war. Der Gerichtsvollzieher und drei Begleiter bemerkten den Gasgeruch am Dienstagmorgen beim Betreten der Wohnung im Wiener Stadtteil Ottakring nach dem Öffnen des Türschlosses und flüchteten ins Freie.

Die Gaskonzentration in der Luft der Altbauwohnung war laut einem Polizeisprecher nahe an der Explosionsschwelle, bei der ein kleiner Funke zur Entzündung ausgereicht hätte. An der Zuleitung der Gastherme fanden Ermittler Werkzeugspuren. Der 61-Jährige soll seit über einem Jahr keine Miete für seine Wohnung gezahlt und von der bevorstehenden Räumung gewusst haben. Eine Hausbewohnerin wurde ins Freie gebracht, andere Hausbewohner waren am Dienstag nicht anwesend.

Einen ähnlichen Fall hatte es in Wien 2017 gegeben, auch damals drehte ein Mieter vor der Zwangsräumung den Gashahn auf. Bei der Explosion wurde der Hausverwalter getötet, der Mieter und zwei weitere Personen schwer verletzt. Der 56 Jahre alte Mieter wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.