Dürre-Notstand ausgerufen

Gartenschlauch-Verbot in Teilen Englands 

In den Walthamstow Wetlands in London ist ein Wasserreservoir mit niedrigem Wasserstand zu sehen. Foto: epa/Tolga Akmen
In den Walthamstow Wetlands in London ist ein Wasserreservoir mit niedrigem Wasserstand zu sehen. Foto: epa/Tolga Akmen

LONDON: Wegen anhaltender Trockenheit ist in großen Teilen Großbritanniens am Freitag der Dürre-Notstand ausgerufen worden. Wie das Umweltministerium in London mitteilte, sind davon Gebiete im Südwesten, Süden, der Mitte und dem Osten Englands betroffen.

Privathaushalte und Unternehmen wurden aufgerufen, ihren Wasserverbrauch zu überprüfen. Der Dürre-Notstand führt nicht automatisch zu weiteren Maßnahmen, erlaubt aber Umweltbehörden und Wasserversorgern weitere Schritte einzuleiten. Das für die Einstufung zuständige Gremium National Drought Group betonte, dass die Wasserversorgung gesichert sei.

Kurz zuvor war im Südosten Englands ein Gartenschlauch- und Rasensprenger-Verbot in Kraft getreten. Wie der Wasserversorger South East Water mitteilte, ist die private Nutzung von Gartenschläuchen oder ähnlichen Vorrichtungen bei allen Haushalten, die durch das Unternehmen versorgt werden, bis auf weiteres verboten.

Das gelte unter anderem für das Bewässern von Pflanzen, das Waschen von Autos und anderen privat genutzten Fahrzeugen sowie das Befüllen von Swimming Pools und Planschbecken. Ausgenommen sind unter anderem der gewerbliche Anbau von Pflanzen, die Bewässerung von Sportanlagen sowie der Betrieb von Autowaschanlagen. Der BBC zufolge sind von dem am Freitag in Kraft getretenen Verbot etwa 1,4 Millionen Haushalte in den Grafschaften Kent und Sussex betroffen.

«Offizielle Zahlen zeigen, dass dieser Juli der trockenste seit 1935 ist und der Zeitraum zwischen November 2021 und Juli 2022 die niederschlagsärmsten acht Monate seit 1976», hieß es auf der Webseite des Wasserversorgers.

Auch in anderen Teilen des Landes sind bereits Verbote für die Nutzung von Gartenschläuchen angekündigt. So sollen in der Grafschaft Yorkshire und auch in London ähnliche Beschränkungen in den kommenden Wochen in Kraft treten. Der britische Wetterdienst hatte am Donnerstag eine Warnung wegen extremer Hitze für weite Teile Englands und Wales ausgegeben.

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Martin Pohl 13.08.22 11:50
Solche Schlagzeilen kennt man üblicherweise von Afrika. Das es jetzt ein Land trifft, das normalerweise für viel Regen bekannt ist, gibt zu denken.