G7-Staaten unterstützen Scholz' Klimaclub-Idee

Foto: epa/Clemens Bilan
Foto: epa/Clemens Bilan

ELMAU: Eigentlich will die Weltgemeinschaft etwas tun gegen die Erderwärmung. Das hat man bei zahlreichen Klimakonferenzen miteinander vereinbart. Aber am Ende reicht es doch nicht. Die G7 wollen nun im kleineren Kreis vorangehen.

Die Gruppe der demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) stellt sich hinter die Idee von Kanzler Olaf Scholz (SPD) für einen internationalen Klimaclub. Man unterstütze die Ziele eines solchen «offenen und kooperativen» Clubs und wolle mit Partnern daran arbeiten, ihn bis Ende 2022 einzurichten, hieß es in dem finalen Entwurf für die Abschlusserklärung des G7-Gipfels im bayerischen Elmau. Er lag der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vor.

Der Klimaclub soll nach einem ebenfalls bekannt gewordenen Konzeptpapier die Minderung von Treibhausgas-Emissionen zum Ziel haben, inklusive deren Messung und Erfassung. Man will zudem einer Verlagerung von Produktion in andere Länder mit laxeren Klima-Auflagen entgegenwirken. Ein weiteres Ziel soll demnach der klimafreundliche Umbau der Industrie sein. Mit Energiepartnerschaften wollen die wirtschaftsstarken G7-Länder ärmeren Staaten mit Expertise und Geld beim Wandel hin zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft helfen.

Der Zusammenschluss soll Ländern offen stehen, die sich der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015 verpflichtet sehen. Damals beschloss die Weltgemeinschaft, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen und sich dabei zu bemühen, den Anstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Mitglieder sollen ihre Bemühungen zur Umsetzung der Beschlüsse, wie sie insbesondere die Klimakonferenz von Glasgow vereinbart hat, beschleunigen. Gemeinsam mit Partnern jenseits der G7 wolle man eine «ehrgeizige Klimapolitik» überall auf der Welt voranbringen.

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Thomas Gittner 30.06.22 13:30
Am Schlimmsten...
.. finde ich, das jetzt viele Konservative Wähler die aktuelle Energie oder sonnstigen Krisen den Grünen/die Ampel in die Schuhe schieben wollen, bzw das tatsächlich auch selbst so glauben.
Thomas Sylten 29.06.22 20:30
Das bisher veröffentlichte Stammtischniveau, welches das grässliche Vorurteil des alten uneinsichtigen Mannes unangenehm bestätigt, hat der Farang nicht verdient:
Weder ist Greta Millionärin (was ihre Eltern sind weiß ich nicht - aber Schulsteik fürs Klima hat noch keinen reich, sondern nur marginal aufs Problem aufmerksam gemacht);
noch geht es um Deutschlands 2%-CO2-Beitrag:
JEDES Land hat SEINEN Beitrag zu leisten -
nur so kann es was werden. Und wer, wenn nicht die entwickelten Staaten, sollte dabei voran gehen? Oder müssen wir uns erst noch von Costa Rica o.ä. abhängen und beschämen lassen??
Bernd Lange Berlin 29.06.22 15:30
Kostet ja nichts- kann man unterstützen
hilft dem Klima sowieso nichts, denn die Großen machen nicht mit und D mit seinem Umweltanteil 1...2 %
fällt nicht ins Gewicht-D verzichtet ja gerne auf den Lebensstandard--wir tun halt was Gutes--kein anderer tut es! Wir sind ebend was!
Karl Heinz Gebhardt 29.06.22 12:20
Waschen wir die Hände in Unschuld
Die Abschlusserklärung lautete: Man solle, wolle, möchte es wirklich angehen ABER in kleinerem Kreise. Also was nun? NICHTS!
Nun wird sich sicher die Millionärin Greta wieder melden.

Scholz hätte, sollte sich besser um die Bürger in seinem eigenen Land kümmern, und die ca.50 % die nicht der Meinung der Regierung sind anzuhören, und dies nicht wegen dem Klima. Viele dieser Menschen z.B. vor der Armut zu bewahren!
Leider sind die Missstände die die jetzige Super-Regierung bereits verursacht hat nicht mehr auszubügeln. Dafür ist es leider zu spät.