Für nächstes Jahr schwere Dürre vorhergesagt

Im Jahr 2016 trocknete das Mae-Chang-Reservoir in Lampang komplett aus. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Im Jahr 2016 trocknete das Mae-Chang-Reservoir in Lampang komplett aus. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Die Regierung hat alle zuständigen Behörden aufgefordert, beim Management der Wasservorräte des Landes vorsichtig zu sein. Die Bevölkerung wurde mit Blick auf eine schwere Dürre aufgefordert, Wasser sinnvoll zu nutzen und zu sparen.

Der stellvertretende Premierminister General Chatchai Sarikulya zeigt sich besorgt über eine schwere Dürre im nächsten Jahr, da es in Thailand aufgrund der Auswirkungen von El Niño in diesem Jahr heißer und trockener bleibe als üblich. Der höhere Wasserbedarf sei durch die ungeplante Expansion der Landwirtschaft bedingt, insbesondere durch den Reisanbau. Das würde zum Austrocknen vieler großer Stauseen führen. In 23 großen Reservoirs liege die Wasserkapazität unter 50 Prozent. Der Nordosten sei am stärksten betroffen, da sieben große Staudämme in der Region ein kritisch niedriges Wasservorkommen meldeten.

Witsanu Attavanich, Wirtschaftsprofessor an der Kasetsart University, warnt, El Niño werde voraussichtlich für den Rest des Jahres aktiv bleiben. Thailand werde weniger Regen bekommen und in der nächsten Trockenzeit eine noch stärkere Dürre erleben. Er forderte die Behörden auf, dieses Jahr sehr sorgfältig mit dem Wasservorrat umzugehen. Die Landwirte sollten bei der Planung ihres Anbaus umsichtig vorgehen, während die Bürger ihre Wasserressourcen schonen müssten.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Hansruedi Bütler 19.04.19 14:13
Man kann mit Wasser viel Geld verdienen
"Die Risse zeigen aber eigentlich an, da ist noch Wasser." Ich habe mich über die bereitgestellten Papiersäcke gewundert, mit welchen man gegen eine ordentliche Gebühr, das kostbare Nass aus den Rissen abfüllen kann. :-)
Siam Fan 18.04.19 21:16
Mae Chang Reservoir 2016 komplett ausgetrocknet?
Dieses Reservoir scheint ein sehr flaches zu sein! So was "trocknet" natürlich sehr schnell aus. Die Risse zeigen aber eigentlich an, da ist noch Wasser. Ausserdem sieht man auf dem Bild (Bericht oben) im Hintergrund schon noch Wasser, was wahrscheinlich der Fluß zu sein scheint. Gründe für die Austrocknung habe ich keine gefunden, aber er war ja scheinbar auch nicht ausgetrocknet. Es ist jetzt kurz vor Beginn der Regenzeit und weil einige Stauseen JETZT noch nicht voll sind wird vor einer Dürre im nächsten Jahr gewarnt. Das erinnert mich an die Stadt Schilda, wo man versucht hat, in Säcken das Licht ins Rathaus zu tragen, weil man die Fenster vergessen hat. Irgendwie befürchte ich, in TH könnten die Reissäcke knapp werden!? Man kann mit Wasser viel Gutes tun. Man kann aber auch viel Geld verdienen, wenn die falschen Menschen an Schlüsselpositionen sitzen und genügend kriminelle Energie haben. :-(((
Siam Fan 18.04.19 21:15
Ein "Ignorant"
Ich sehe da(google) überall, neue Entwässerungskanäle (Flussbegradigungen; ICs) mit denen man aber auch entfernte Gebiete hervorragend bewässert werden können. Was interessiert der El Nino, man sollte erstmal darstellen wo die vielen HochwasserschutzSofortmaßnahmen gebaut wurden. Deckt sich das mit den Dürregebieten, sollte man mit dem Denken anfangen. Trocknes (Reis) Ackerland, ist ideales Bauland. Sonst muß man das meterhoch auffüllen und Erde zum Auffüllen kostet ein kleines Vermögen. Wenn man das weiß, vor dem Baubeginn, kann man billiges Ackerland aufkaufen und bebautes Land dann verkaufen. Wenn dann zufällig noch in einem neuen Hochwassergebiet viele Leute umziehen müßten, wäre das wohl eines der "Win-Win"-Geschäfte!!? Das "zwischen Nord und Mäh Pin" finde ich nicht!! Wenn es im Einzugsgebiet 4-6 Monate regnet, wird auch noch 2-3 Monate danach, Wasser IN den Stausee laufen. Es geht also nur um 3-6Monate die überbrückt werden müssen. Grundsätzlich sollte sich dann erst noch jeder über das Grundwasser versorgen können. Entwässern aber diese neuen ICs, das Land und senken den Grundwasserspiegel, dann kann man das vergessen. Das abgesenkte Grundwasser ist im Meer und hebt es an. Es wird aber über Land, direkt oder über die Pflanzen, auch viel weniger verdunstet. Verdunstung ist auch Kühlung. Verdunstet weniger, wird es heißer. "Klimawandel" und El Nino haben nichts damit zu tun! Ich lasse mich aber gerne ohne Phrasen überzeugen!
Siam Fan 18.04.19 18:49
Wirtschaftsprofessor warnt vor El Nino! 5555
Das TMD gibt regelmäßig eine Vorhersage für die nächsten 3Monate heraus. Die aktuelle ist die von April-Juni. Gegenüber einer Aufschreibung über 30Jahre. Geht man bei den Niederschlägen von 5-10% gegenüber dem Vergleichszeitraum aus. Mit anderen Worten, es wird 5-10% weniger Hochwasser geben und sonst gar nichts. Wasser ist ein sehr wertvolles Gut. Wenn die Hüter kriminelle Energie haben, können sie viel Vermögen machen! :-(((( Bleibt die Frage, wo "El Nino" seine Informationen her hat?! :ironie-aus:
Hansruedi Bütler 17.04.19 12:40
@Rotty
Wo die Richtung hingeht ist schon seit Jahren ersichtlich. Die Politik "gefällt" sich so am besten! Mir tut die Bevölkerung leid, die so an der Nase herumgeführt wird.