Frühwarnsystem gegen hungrige Elefanten

Foto: epa/Julian Smith
Foto: epa/Julian Smith

HUA HIN: Um Plantagenbesitzer vor Übergriffen hungriger Elefanten zu schützen, soll im Kui-Buri-Nationalpark in der Provinz Prachuap Khiri Khan das erste Elefantenfrühwarnsystem Thailands installiert werden.

Das sogenannte „Smart Early Warning System“ besteht aus 25 CCTV-Kameras, die an den Rändern des Nationalparks installiert werden und Alarm schlagen, wenn Elefantenherden den Wald verlassen. Nationalparkchef Kanchanapan Khamhaeng folgend, lösen die Kameras ein Alarmsignal aus, sobald sie einen Elefanten vor die Linse bekommen, das an das rund um die Uhr besetzte „Elephant Watch Centre“ gesendet wird. Handelt es sich um ein einzelnes Tier, informieren die Mitarbeiter unverzüglich Anwohner und Plantagenbesitzer, um den Dickhäuter in die Flucht zu schlagen. Bei Herden hingegen, werde ein Team von Parkrangern zur Hilfe eilen.

Das Frühwarnsys­tem entstand in Kooperation zwischen der Nationalparkbehörde, der Behörde zum Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen sowie dem Telekommunikationsunternehmen True Corporation und dem World Wide Fund For Nature (WWF). Um zu verhindern, dass die Dickhäuter außerhalb des Reservats auf Futtersuche gehen, sollen zudem mehr Grasflächen in den Tiefen des Nationalparks angelegt werden.

Laut Songtam Suksawang, Direktor des Nationalparkbüros, leben derzeit 260 bis 300 Elefanten im Kui-Buri-Nationalpark, basierend auf einer Studie des Zentrums für Forschung und Innovation aus dem Jahr 2015. Der Park, der die Bezirke Kui Buri, Sam Roy Yot, Pranburi und Muang umfasst, wird gemäß Songtam bis 2027 voraussichtlich 600 Elefanten zählen. Einige der Tiere verlassen den Wald von Zeit zu Zeit, angelockt vom Geruch von Früchten wie Ananas und Jackfrucht, die auf benachbarten Farmen angebaut werden.

In Nationalparks, in denen eine steigende Elefantenpopulation beobachtet wird, richten die Behörden verstärkt Nahrungs- und Wasserquellen in den Waldgebieten ein, um sie dort zu halten, ein Konzept, das von Seiner Majestät dem verstorbenen König Bhumibol Adulyadej empfohlen wurde. So wurden im Kui-Buri-Park 400 Hektar Grünland geschaffen, zusätzlich zu dem bereits bestehenden 1.100-Rai-Gebiet. Da Akademiker berechnet haben, dass mindestens 3.000 Rai benötigt werden, um die Elefantenpopulation zu ernähren, sollen in Zukunft weitere Grünlandflächen sowie Wasserquellen und Salzlecksteine hinzukommen.

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