Nationalfeiertagsparade für Solidarität

Die Vorbereitungen für die Parade zum Tag der Bastille. Foto: epa/Sebastien Nogier
Die Vorbereitungen für die Parade zum Tag der Bastille. Foto: epa/Sebastien Nogier

PARIS: Frankreichs traditionelle Militärparade am Nationalfeiertag stand in diesem Jahr unter dem Eindruck des Kriegs in der Ukraine. Bei den Feierlichkeiten am Donnerstag unter dem Motto «Die Flamme teilen» wollte Staatschef Emmanuel Macron Frankreichs strategische Solidarität mit seinen Partnern zeigen. Die Parade zu Fuß über die Pariser Prachtstraße Champs-Élysées eröffneten eingeladene Soldaten aus den baltischen Staaten, Polen, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und der Slowakei. Hinter ihnen marschierten französische Militärs, die an der Nato-Ostflanke im Einsatz sind.

In einem Tweet lobte Macron die französische Armee. Der Krieg sei in Europa zurück und man habe sich angepasst. Die Parade soll laut seinem Präsidentenpalast auch zeigen, wie Frankreich als Ausbildungs- und Stabilisierungsmacht schnell und entschieden auf die aktuellen Herausforderungen reagiere. Gleichzeitig will das Motto zur Einigkeit aufrufen und an den Widerstand erinnern. Etwa 6300 Militärs und Angehörige des Sicherheitsapparats beteiligten sich an der Parade.

An seinem Nationalfeiertag am 14. Juli erinnert Frankreich an den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789, der als symbolischer Beginn der Französischen Revolution angesehen wird.

Getrübt wurden die Feierlichkeiten in diesem Jahr auch von anhaltender Hitze und Trockenheit in einigen Teilen des Landes. Drei Flieger des Zivilschutzes konnten nicht wie geplant bei der Parade mitfliegen. Sie kämpften gegen die Waldbrände im Süden von Bordeaux an der französischen Atlantikküste. Das traditionelle Feuerwerk wurde mancherorts wegen der Brandgefahr abgesagt oder verboten.

Einen besonderen Stellenwert hat der Nationalfeiertag in der südfranzösischen Küstenstadt Nizza, wo Feierlichkeiten und trauriges Gedenken aufeinander treffen. Vor sechs Jahren war ein Tunesier auf der dortigen Strandpromenade mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast - bei dem islamistischen Terroranschlag wurden 86 Menschen getötet. Die Polizei erschoss den Angreifer. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.

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