Forscher entdecken neues Henipavirus - 35 Infizierte

Leute spazieren in der wichtigsten Touristen- und Einkaufszone. Foto: epa/Alex Plavevski
Leute spazieren in der wichtigsten Touristen- und Einkaufszone. Foto: epa/Alex Plavevski

PEKING: In China sind 35 Menschen an einem neu nachgewiesenen Henipavirus erkrankt, das wahrscheinlich von einem Tier stammt. Die Infektionen mit dem Langya-Henipavirus (LayV) benannten Erreger traten in den Provinzen Shangdong und Henan vor allem bei Farmern auf, die zuvor in engem Kontakt mit Tieren standen. Das berichtete ein Team von Wissenschaftlern aus China, Singapur und Australien im Fachmagazin «New England Journal of Medicine». Die Infektionen wurden demnach im Zeitraum zwischen Ende 2018 und Anfang 2021 entdeckt.

Hinweise auf eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch seien nicht gefunden worden. Von Todesfällen berichteten die Forscher nichts. Unter den 35 Patienten waren 26 ausschließlich mit LayV infiziert. Diese Patienten litten unter Symptomen wie Fieber, Müdigkeit, Husten und Muskelschmerzen. Bei einem Teil der Patienten gab es Hinweise auf Leber- und Nierenschäden. Bei Tests in Tieren wurde das Virus vorwiegend in Spitzmäusen entdeckt, wie die Forscher um Wei Liu vom Institute of Microbiology and Epidemiology in Peking berichten.

Das Virus sei wahrscheinlich tierischen Ursprungs und trete wohl nur sporadisch bei Menschen auf. Jedoch seien weitere Untersuchungen notwendig, um den Erreger und die damit verbundenen menschlichen Krankheiten besser zu verstehen.

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) in Greifswald wurden Infektionen mit den Henipaviren erstmals in den 1990er Jahren als Ursachen für Erkrankungen der Atemwege und der Nerven bei Mensch und Tier erkannt. Zu den Henipaviren gehören demnach Hendra- und Nipahviren. Hendraviren verursachten dem FLI zufolge 1994 erstmals nachweislich schwere Atemwegserkrankungen bei Pferden in Australien. Die natürlichen Wirte des Hendravirus seien jedoch Flughunde. Bisher seien sieben Trainer und Tierärzte durch Kontakt zu betroffenen Pferden infiziert worden, vier dieser Infektionen verliefen tödlich.

Das Nipahvirus sei Ende der 1990er Jahre bei Schweinen in Malaysia und Singapur aufgetreten. Mehrere Menschen infizierten sich bei Schweinen, obwohl auch hier die natürlichen Wirte Flughunde seien. Mehr als 100 der Infizierten seien an Gehirnentzündung gestorben. Über eine Million Schweine seien in Malaysia gekeult worden. In Bangladesch und Indien komme es immer wieder zu Nipah-Infektionen von Menschen und auch zu Todesfällen.

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Jürgen Franke 12.08.22 16:30
Franky, offensichtlich ist Ihnen nicht bekannt,
in welcher wirtschaftlichen Größenordnung Europa von China abhängig ist.
Martin Pohl 12.08.22 16:30
Jürgen Franke
Ich bezog mich ausschließlich auf den Inhalt des obigen Artikels und die Mauer. Aber ich sehe, Sie können auch zwischen den Zeilen lesen. Gut zu wissen.
Jürgen Franke 12.08.22 16:20
Herr Pohl, es ist davon auszugehen,
dass auch Ihnen bekannt ist, dass in China ein Viren-Forschungszentrum existiert. Ihre chinesische Antipati ist nicht zeitgemäß.
Martin Pohl 12.08.22 13:00
Jürgen Franke
Solange die Chinesen nicht aufhören, diese ganzen Viecher zu (fr) essen, die auf keinem Speiseplan zu finden sind, wird sich in dieser Beziehung auch nichts ändern. Fränky's Mauer hätte schon vor 20 Jahren stehen müssen.
Dann wäre die restliche Welt von vielem verschont geblieben.
Jürgen Franke 12.08.22 08:40
Es ist davon auszugehen,
dass auch zu diesem Virus das entsprechende Mittel von der Pharmaindustrie hergestellt und den Menschen angeboten wird.
Jomtien Franky 11.08.22 19:00
@HTL
Die Häfen sind in meiner Mauer mit drin, keine Angst, 555
Hit the Lights 11.08.22 14:40
Jomtien Franky
Die Häfen auch abschotten. Und die Ars..pickel kann sich CN auch noch behalten.
Jomtien Franky 11.08.22 14:00
Am besten...
...nochmal eine Chinesische Mauer bauen. Jetzt bitte aber viel höher, und ganz rum um China. Dann alle Flughäfen und Flugzeuge funktionsuntüchtig machen, dann hat die Welt wieder mal ein bißchen Ruhe....
Hit the Lights 11.08.22 13:50
Wozu das langweilige, nichtssagende Bild hier gut ist, erschliesst sich mir nicht. Wie auch immer, zum Glück überträgt sich das Virus nicht von Mensch zu Mensch.
Martin Pohl 11.08.22 13:27
Hochinteressant