Chaos am Himmel wird schlimmer

Fluglotsen schlagen Alarm

Foto: epa/Andrew Gombert
Foto: epa/Andrew Gombert

LANGEN (dpa) - Die Fluglotsengewerkschaft GdF hat vor einem neuerlichen Chaos im europäischen Luftverkehr im kommenden Sommer gewarnt. Bei den Flugsicherungen werde sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr verschlechtern, heißt es in einer am Donnerstag in Langen bei Frankfurt verbreiteten Erklärung.

Gewerkschaftschef Matthias Maas hielt der Geschäftsführung der bundeseigenen Deutschen Flugsicherung Versäumnisse bei der Personalplanung vor. So sei entgegen der Ankündigungen beim Luftfahrtgipfel im vergangenen Herbst die Zahl der Ausbildungsplätze für neue Lotsen bislang nicht erhöht worden. Die jährlich 120 neuen Lotsenschüler reichten nicht, um die Altersabgänge bis zum Jahr 2024 auszugleichen. Auch habe es keine Gespräche zwischen dem bundeseigenen Unternehmen und der Gewerkschaft zu gemeinsamen Lösungen für das aktuelle Ausbildungsproblem gegeben. Hier sind besonders Vereinbarungen zu Überstunden denkbar.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung kritisierte erneut, dass die EU weiterhin sehr langfristig ihre Verkehrsprognosen erstelle, an die auch die Personalplanung der nationalen Flugsicherungen gekoppelt sei. In den vergangenen Jahren hatten die auf fünf Jahre erstellten Prognosen deutlich unterhalb des tatsächlichen Wachstums gelegen.

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