Flughafen platzt aus allen Nähten

Foto: The Thaiger
Foto: The Thaiger

PHUKET: Die Transportkommission der Thailändischen Nationalversammlung (NAT) stattete kürzlich dem Phuket International Airport einen Kontrollbesuch ab, um sich über den Fortschritt der Renovierungsarbeiten zu informieren.

Vorausgegangen waren zahlreiche Beschwerden genervter Passagiere, insbesondere auf sozialen Onlinenetzwerken. So sorgten Flugverspätungen wegen Schäden auf der Landebahn, defekte Klimaanlagen und lange Schlangen vor den Schaltern der Einwanderungsbehörde in den vergangenen Monaten immer wieder für Negativschlagzeilen in den Medien. Flughafendirektor Phet Chan-charoen führte die Delegation aus Bangkok durch die beiden Terminals und erklärte, dass die meisten Probleme darin begründet seien, dass der Airport seine Kapazitätsgrenze längst überschritten habe. Technische Mängel hingegen, beispielsweise bei der Beleuchtung, Elektrik und Schäden an der Landebahn, seien Phet folgend schnellstmöglich behoben worden. „Zwar ist die komplette Renovierung noch nicht abgeschlossen, aber wenn sie fertig ist, wird der Flughafen über eine Kapazität von 12,5 Millionen Passagieren verfügen, während die Zahl der Touristen in Phuket letztes Jahr bereits 16,5 Millionen Fluggäste übertroffen hat. Die Nachfrage übersteigt einfach unsere Verwaltungs- und Kapazitätsgrenzen, aber wir versuchen unser Bestes“, betonte er in „The Thaiger“.

Der stellvertretende Vorsitzende der Transportbehörde, Adm Boonyarit, gab zu bedenken, dass der Flughafen den Service sowohl für ankommende als auch abreisende Passagiere massiv erhöhen müsse. Beispielsweise bei der Immigration oder auch bei der Zollkontrolle. Er kritisierte weiter, dass viel zu wenig Sitzmöglichkeiten bereitstehen würden und dass 60 Prozent der Wartebereiche von Geschäften belegt sind: „Das Problem muss mit der gesamten Kommission besprochen werden, da wir nicht möchten, dass der Flughafen zu einem weiteren Einkaufszentrum verkommt. Es sollte ausreichend Sitzbereiche für Passagiere geben, die auf ihre Flüge warten müssen. Mindestens 70 Prozent sollten für Passagiere reserviert sein und 30 Prozent für Geschäfte“. 

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 18.04.18 22:45
Herr Müller, bleiben Sie ruhig weg,
denn Sie würden nichts mehr in Phuket wieder erkennen. Ich bleibe jedenfalls, bis zum Untergang.
Jan Müller 18.04.18 17:27
mich täts grauen
ich habe die Insel letztmalig 2008 betreten-und das war gut so, der Wohlfühlfaktor war damals schon nicht mehr vorhanden - Massentourismus hoch3, Billigflieger, Airbn und die neue Mittelschicht tun ihr übriges dazu...
Jürgen Franke 16.04.18 09:05
Herr Stevens, eigentlich ist Ihrem Kommentar
nichts mehr hinzuzufügen, denn er trifft den Kern des Problems. Diese hirnlose Bebauung Phukets spottet jeder Beschreibung. Und es wird immer noch weiter gebaut, ohne dass die Infrastruktur bezüglich Straße, Wasser, Strom berücksichtigt wird. Der von Ihnen vorgeschlagene bessere Weg wird vermutlich leider nicht begangen werden. Damit der Flughafen nicht zu einem Einkaufszentrum verkommt, sollen jetzt Sitzplätze für die Reisenden, statt Läden geschaffen werden. Auf diese Idee hätte man bereits bei der Planung des Umbaus kommen können.
Thomas Thoenes 16.04.18 09:03
Wenn mal alle Schalter der
Einwanderungsbehörde besetzt wären und die Mitarbeiter mal beidhändig arbeiten würden, würde sich die mögliche Bewältigungskapazität garantiert verdoppeln. Dann müsste man auch nicht die Anzahl der Sitzplätze erhöhen weil niemand mehr lange warten und sitzen bzw. doof rumsitzen müsste. Also das nutzen was da ist und schneller arbeiten, dann klappts auch mit den Nachbarn. :-)
Khun Wilfried Stevens 15.04.18 23:52
Massentourismus-Dämmerung
Ob Trinkwasserqualität, Müllentsorgung, Wasserverschmutzung, mangelhafte Klärung, übergosse Hotelverbauung etc.etc., längst ist Phuket schon ein "Opfer" des Massentourismus. Die zukünftigen steigenden Schäden sind jedem bekannt. Hier wäre ein "sanfter" regulierter Tourismus und Rückbau der Hotelkapazitäten der bessere Weg.