Flucht aus Reha wegen Misshandlungen

Foto: The Nation
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KRABI: Mehr als 100 Patienten sind aus einem Drogenrehabilitationszentrum auf der Insel Siboya in der Provinz Krabi geflohen. Sie geben an, während ihrer Rehabilitation körperlich misshandelt worden zu sein.

Laut den Beamten des Polizeireviers Khlong Khanan wurden sie am Freitag (7. Juni 2024) über den Vorfall informiert. Die Flüchtigen versuchten, die Insel zu verlassen, was die Bewohner des Unterbezirks Siboya in Angst versetzte. Die meisten der geflohenen Patienten versammelten sich an einem Strand in der Nähe eines Piers, um die Insel zu verlassen.

Die Polizei bemühte sich, mit den Insassen zu verhandeln und sie zur Rückkehr in das Zentrum zu bewegen. Die Flüchtigen weigerten sich jedoch entschieden, zurückzukehren. Sie behaupteten, körperlich misshandelt und missbraucht worden zu sein. Einige gaben an, so grausam geschlagen worden zu sein, dass einige Patienten infolgedessen gestorben seien.

Darüber hinaus berichteten sie, dass einige Patienten das Zentrum trotz abgeschlossenem Rehabilitationsprozess nicht verlassen durften und wie Arbeitskräfte behandelt wurden.

Etwa zwei Stunden dauerte es, bis die Situation sich beruhigte und die Patienten beschlossen, die Insel nicht zu verlassen. Ungefähr 80 Patienten wurden zur Polizeistation Khlong Khanan gebracht, wo sie auf ihre Angehörigen warteten, die sie nach Hause bringen sollten.

Die Polizei untersucht nun die schweren Vorwürfe der Misshandlung und Missbrauch im Rehabilitationszentrum. Die Bewohner der Insel Siboya hoffen auf eine schnelle Aufklärung und Maßnahmen zur Sicherstellung der Sicherheit und des Wohlergehens der Patienten in solchen Einrichtungen.

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Oliver Harms 12.06.24 20:20
Fortgang der Untersuchung
Wenn sie das Ergebnis der Untersuchung lesen wollen Herr Sylten,sollten sie die Bangkok Post lesen,da es so etwas bisher im Farang noch nie gegeben hat.
Thomas Sylten 09.06.24 21:00
Bei solchen aktuellen Meldungen wäre es hilfreich sowohl für Betroffene wie Leser, wenn der Fortgang der Untersuchungen vom Farang auch kommuniziert würde.
Chris Jomtien 09.06.24 19:20
Reha Institut
Es handelt sich, laut gestrigen Bericht in der Bangkok Post, um ein privates Reha-Institut unter der Leitung eines islamischen Vereins.
Patienten wurden z.T. von ihren Angehörigen dahin versendet und mussten hohe Gebühren zahlen.
Wie hier angedeutet, kam es mindestens zu einem Todesfall aufgrund schwerer körperlicher Mißhandlung. Patienten, deren Therapiemaßnahme beendet war, wurden nicht wie hier geschrieben wie (normale) Arbeitskräfte behandelt, sondern als Sklaven gehalten.