Fliegende Händler vor Rückkehr gewarnt

Neuer Gouverneur informiert sich über die dringendsten Probleme

Foto: The Nation
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BANGKOK: Der neugewählte Gouverneur von Bangkok Chadchart Sittipunt hat die Ordnungskräfte der Stadt angewiesen, dass sie gegenüber Straßenhändlern „streng“ bleiben sollen, bis er sein Amt antritt und entscheidet, ob er die Regeln lockert oder nicht.

Chadchart warnt, dass die Regeln weiterhin gelten, wenn die zuvor vertriebenen fliegenden Händler wieder auf die Bürgersteige Bangkoks zurückkehren.

Khun Chadchart sagte am Samstag gegenüber der Presse, dass viele Verkäufer nach seinem Erdrutschsieg bei den Gouverneurswahlen am 22. Mai 2022 auf die Bürgersteige Bangkoks zurückgekehrt seien.

Der parteilose Politiker gilt als wohlwollender gegenüber Straßenverkäufern als seine Vorgänger, nachdem er im Wahlkampf versprochen hatte, dass er Plätze für Straßenverkäufer bereitstellen wird, die die Bürgersteige nicht behindern.

Der gewählte Gouverneur inspizierte am Samstag die Tha-Phra-Kreuzung im Stadtteil Bangkok Yai, wo er mit Anwohnern zusammentraf, um sich deren Beschwerden anzuhören.

„Heute Morgen habe ich erfahren, dass die Straßenverkäufer in viele Bereiche zurückgekehrt sind. Ich möchte die Tessakit [Anm. d. Red.: städtische Ordnungskräfte] bitten, in dieser Angelegenheit genauso streng zu sein wie zuvor. Es gibt jetzt ein Machtvakuum, da ich mein Amt noch nicht angetreten habe“, erklärte Khun Chadchart und richtete seine Anweisungen an die städtische Strafverfolgungsabteilung der Bangkok Metropolitan Administration (BMA).

Khun Chadchart betonte, dass seine Verwaltung die Gebiete erst noch festlegen muss, in denen der Verkauf am Straßenrand erlaubt sein wird, aber bis dahin sollte das Gesetz wie bisher durchgesetzt werden.

„Die Verkäufer sollten erst abwarten, ob sich die Vorschriften und Umsetzungsmethoden ändern werden“, fügte er hinzu und warnte die fliegenden Händler, dass die bisherigen Regeln noch immer in Kraft sind.

Bangkoks neuer Gouverneur hatte die Kreuzung bereits am Dienstag inspiziert und dabei auf unebene Bürgersteige und hinderliche Stahlplatten hingewiesen, die von Bauarbeiten an Infrastrukturprojekten stammten.

Als er am Samstag zurückkehrte, waren beide Probleme beseitigt worden. Khun Chadchart dankte den verantwortlichen Bauunternehmen und den zuständigen Behörden dafür, dass sie „die Probleme für die Menschen gelöst haben“.

Er betonte auch, dass alle 14 Bauprojekte der Bangkok Metropolitan Administration (BMA) diesem Beispiel folgen müssen, und fügte hinzu, dass die Bauunternehmer die Baustellen auf etwaige Probleme überprüfen sollten.

Nach seinem Wahlsieg am vergangenen Sonntag hat Khun Chadchart die vergangene Woche damit verbracht, Stadtgebiete zu kontrollieren, um sich aus erster Hand ein Bild von Problemen wie Müllabfuhr, Obdachlosigkeit, Straßen- und Gehwegschäden sowie verstopften Kanäle zu machen.

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Peter Joe 29.05.22 16:00
Schwere Aufgabe
Das wird eine schwere Aufgabe aber machtbar, der kleine eiserne Besen genuegt da vollkommen wenn man ihn richtig in die Hand nimmt.
Maddin 29.05.22 11:00
Bürgersteige
Eine Frau mit einem Kinderwagen oder ein Rollstuhlfahrer: die sind doch aufgeschmissen in Thailand, kommen nirgendwo durch.
Und falls ein Gehweg mal breit genug ist, steht mittendrin ein Strommast

Ingo Kerp 29.05.22 10:20
Neue Besen kehren gut, so sagt man. Wie der Herr Chadchart demnächst kehren wird, wird sich zeigen. Zumindest scheint er mit all seinen Ansichten sehr beliebt zu sein, sonst hätte man ihn nicht gewählt.