Fischsterben wegen Brot-Krathongs

Foto: The Nation
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BANGKOK: Die als umweltfreundliche Alternative angepriesenen Krathongs aus Brot haben nach Angaben eines Bangkoker Beamten während des Loy Krathong-Festes zahlreiche Fische getötet.

Pornphrom Vikitsreth, Berater des Gouverneurs von Bangkok, postete am Freitag auf Facebook Fotos von unzähligen toten Fischen, die durch gesalzene Brot-Krathongs starben, die in einem Teich im Santiphap Park in Bangkok schwammen.

Pornphrom sagte, dass 4.000 der 6.810 Krathongs, die nach dem Loy Krathong am Montag im Park gesammelt wurden, aus Brot bestanden.

Er erklärte, dass die Brotkrathongs gesunken seien und das Wasser verschmutzt hätten, was zum Tod „fast aller Fische im Teich“ geführt habe.

Nachdem sich Besucher über die schlechte Wasserqualität beschwert hatten, sammelten die Parkbehörden die toten Fische ein und ersetzten das Wasser im Teich.

Pornphrom sagte, dass der Vorfall ein Beweis dafür sei, dass Brot-Krathongs nicht umweltfreundlich seien, sondern eine Bedrohung für die Natur darstellten.

Etwa die Hälfte der Krathongs, die in diesem Jahr nach den Loy-Krathong-Festen in Bangkok eingesammelt wurden, waren aus Brot, so Pornphrom.

Im Benchakitti Park waren 2.500 von 5.790 Krathongs aus Brot, im Nong Chok Park waren es 800 von 1.544. Nach Aussage der Bangkok Metropolitan Administration (BMA) wurden nach dem diesjährigen Fest am 639.828 Krathongs in den Wasserstraßen der Stadt eingesammelt, was einem Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Fast alle (618.951) bestanden aus natürlichen Materialien, während 20.877 aus Plastikschaum hergestellt waren.

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joe bachmann 04.12.23 04:40
@dieter
wieviele prozent der thais haben wohl erfahrung damit und können das wissen?
ich behaupte, dass das im einstelligen bereich liegt.
Oliver Harms 03.12.23 17:50
Opfer des grünen Wahnsinns
Wie so viele Tiere sind auch diese auf dem Opferaltären des Ökofaschismus getötet worden.
Stellt sich die Frage ob diese Brot Krathongs aus Mitteln der 180 Millionen Euro aus Ampelland subventioniert
wurden.
Gunter Schneider 03.12.23 15:30
Krathongs aus Brot?
Tolle Idee. Welch umweltfreundliches Material, eigentlich für menschlichen Verzehr gedacht. Wie gut es doch den Menschen geht.
Ingo Kerp 03.12.23 14:40
Nun ja, unterstellen wir den Menschen mit Brot-Krathongs mal, das sie es gut gemeint haben und nicht an die Vergiftung der Fische dachten. Es wurde ja auch zu Krathongs aus natürlichen Materialien aufgerufen. Ein paar Brotkrumen schaden den Fischen ja auch nicht, nur wenn da kiloweise Brot-Krathongs schwimmen, wird es gefährlich. Hoffentlich haben sich die Fische nicht an den Plastikschaum-Krathongs vergriffen, die hätten ihnen wohl noch mehr geschadet.
Dieter Kowalski 03.12.23 11:50
Und das war nicht absehbar? Das weiß doch jedes Kind, das Brot für Fische zwar eine gute Nahrungsquelle darstellt, aber zuviel davon das Wasser kippen läßt, wenn es zuvor nicht gefressen wurde.
Jeder, der in einem Haus lebt, und irgendwo ein Fischbassin stehen hat, wird wohl bereits gemerkt haben dass die Fische sterben wenn man zuviel füttert.

Hausverstand dringend gesucht!