Film über Höhlenrettung geplant

Rettungshubschrauber vor der Höhle in Mae Sai. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Rettungshubschrauber vor der Höhle in Mae Sai. Foto: epa/Rungroj Yongrit

CHIANG RAI/SCOTTSDALE (dpa) - Die spektakuläre Rettung von zwölf jungen Fußballern und ihrem Trainer aus einer Höhle in Thailand könnte bald auf der großen Leinwand laufen. Solch ein Film könne Millionen Menschen weltweit inspirieren, sagte Michael Scott, Geschäftsführer der US-amerikanischen Produktionsfirma Pure Flix Entertainment, in einer Videobotschaft auf Twitter.

«Die Tapferkeit und das Heldentum, das ich erlebt habe, ist unglaublich inspirierend, also ja, das wird ein Film für uns sein», bestätigte Scott dem «Hollywood Reporter».

Pure Flix Entertainment mit Sitz in Scottsdale im Bundesstaat Arizona produziert Filme, die Jesus Christus und den christlichen Glauben hervorheben. «Es muss nicht unbedingt ein christlicher Film werden, nur ein inspirierender», sagte Scott dem US-Branchenmagazin.

Scott selbst lebt zeitweise in Thailand und war während der Rettungsarbeiten nach eigenen Angaben vor Ort. Seine Frau sei mit dem Taucher befreundet gewesen, der bei den ersten Rettungsversuchen ums Leben kam, sagte er.

Die Jungen und ihr Trainer waren am 23. Juni bei einem Ausflug in die Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non rund 1.000 Kilometer nördlich von Bangkok von Wassermassen überrascht worden. Erst nach neun Tagen wurden sie entdeckt und Anfang dieser Woche befreit. Ihr Schicksal löste weltweit große Anteilnahme und Medienaufmerksamkeit aus.

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Leserkommentare

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THOMAS S 13.07.18 13:28
Hollywood
Dies wird 100% ein Film,der mit der Wahrheit nichts zu tun hat.Ende der Storys wird sein,dass die Thai´s alles im Griff hatten und die Farangs nur Symbolisch dort waren.Natürlich sind alle Helden.Darum bin ich der Weihnachtsmann.
Hansruedi Bütler 12.07.18 16:29
Man muss das Eisen schieden solange es heiß ist
Mit dem Film "Das Wunder von Lengede" 2003, hat man zu lange gewartet. Hat sich da überhaupt jemand über den Film aufgeregt? Es ist ja nichteinmal der einzige Film über solchermaßen spektakuläre Rettungen. In diesem Teil von TH schadet Publicity sicher nicht, wenn es mit Vernunft angegangen wird.
Ingo Kerp 12.07.18 14:58
Als die Buben noch nicht gerettet in der Hoehle saßen, war der Filmschaffende bereits vor Ort und gab an, einen Film über das Geschehene drehen zu wollen. Wäre es nicht rücksichtsvoll gewesen und hätte mehr Fingerspietzengefühl gezeigt, wenn er sich zurückgehalten hätte mit seinem Filmplänen, bis die Rettung abgeschlossen werden konnte? Man koennte auch sagen, er verhielt sich geschmacklos.
Jürgen Franke 12.07.18 11:49
Wieder mal ein Werbefilm für Thailand
wäre nicht verkehrt. Der James Bond Felsen ist nach wie vor für viele Touristen eine Attraktion. Inspirierend für Nachahmer in die Höhle zu kriechen, ist jedoch kein Film erforderlich.
Hansruedi Bütler 12.07.18 11:43
Tapferkeit und Heldentum
Lieber Jürgen, ohne wenn und aber, es trift zu was Du beschreibst. Wie ich schon schrieb, versuche ich Einblick in die "althergewachsene" thailändische Mentalität zu bekommen. So etwas gelingt nur, wenn man sich mit der Vergangenheit befasst, welche heutzutage die Gegenwart steuert. Das will aber nicht heißen, dass ich dann alles gut finde, aber ich begreife zumindest warum es sich so "anfühlt". Die alte Vergangenheit von Siam wimmelt von tapferen Helden und ihren Taten, welche durch nicht immer korrekte Wiedergabe bis heute Bestand haben. Es ist also nachvollziehbar, dass der Heroismus vergangener Jahrhunderte immer wieder zu neuem Leben erweckt wird. Dieser Vorgang wird durch politisches Einfeuern immer wieder entfacht und da hat eben der Farang einen NULL-STELLENWERT. Das sehen aber nicht alle Thais so. Die formatierte Knetmasse kann aber gar nicht anders DENKEN. Die "Feuerhüter" brauchen diesen Heroismus um selbstglaubend der Realität zu entfliehen. Die Fotogeilheit der thailändischen Beamten (Polizei, Armee u. Politik) ist als sinnbildliches Heldentum zu interpretieren und kann immer wieder bestaunt werden. Ein Großteil der Volksmasse zieht mit. Wer sich genug intensiv mit diesem Volk beschäftigt, beginnt auch das U(h)rwerk dahinter zu verstehen. Wie schon erwähnt erleichtert es mir das Verstehen, weniger aber oft das Akzeptieren solchen Tuns.