FIFA lädt gerettete Jugendfußballer nach London ein

Zwei der geretteten Jugendlichen im Krankenhaus in Chiang Rai. Foto: epa/Prd
Zwei der geretteten Jugendlichen im Krankenhaus in Chiang Rai. Foto: epa/Prd

MAE SAI/MOSKAU (dpa) - Der Fußball-Weltverband FIFA lädt die zwölf geretteten Jugendfußballer und ihren Trainer zur Weltfußballer-Gala im September nach London ein. Das sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino am Freitag in Moskau. «Wir denken auch über andere mögliche Aktivitäten in Thailand nach.»

Zunächst hatte der Weltverband die Kinder zum WM-Finale am Sonntag nach Moskau eingeladen. Eine solche Reise war jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich. Im Rahmen der «The Best FIFA Football Awards» am 24. September wird in London auch der neue Weltfußballer gekürt.

«Die ganze Welt hat zugeschaut und neun Tage lang gebetet», sagte der 48 Jahre alte Infantino. «Es hat nicht nur den Fußball berührt, sondern die ganze Welt.» Die letzten vier eingeschlossenen Kinder waren am Dienstag in Thailand von Spezialtauchern in einem hochgefährlichen Einsatz über Stunden hinweg ins Freie gebracht worden. Anschließend kam auch der 25 Jahre alte Betreuer nach draußen.

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 16.07.18 10:45
Lieber Hansruedi, wir sollten diese
Diskussion beenden und uns glücklich schätzen, dass die Eingeschlossenen gerettet wurden, da tagelang diese Situation nicht nach einem glücklichen Ende aussah. Ich hoffe lediglich, dass die Verantwortlichen daraus ihre Lehren ziehen.
Hansruedi Bütler 16.07.18 09:20
"Das Unglück völlig emotionslos zu kommentieren"
Lieber Jürgen, als ehemaliger Höhlengänger, dreifacher Familienvater, und mehrfacher Grossvater konnte ich nicht "emotionslos" das Schicksal der Eingeschlossenen mitverfolgen. Den Stellenwert betreffend "Aufsichtspflicht" der Eltern, beurteilst Du nach Deiner Herkunft, was soweit richtig, aber für Thailand nicht die selbige Relevanz hat. Die Eltern bemühen sich selbstverständlich um die Kinder - nicht aber so wie Du das siehst. Der Bildungsstand der Eltern ist entscheidend für die Einsicht, dass Kinder Führung und Vorgaben brauchen! Gerade in ländlichen Gegenden liegt dieser "Stellenwert", wenn nicht bei den Grosseltern so doch bei Buddha und den Geistern. Unser westliches Denken und "Vorgaben-Gehabe" versagt da kläglich, da man davon ausgehen kann, dass Kinder als niedlich, liebenswürdig einzustufen sind und prinzipiell "Narrenfreiheit" beanspruchen dürfen. Ohne Einbezug der vorherrschenden Mentalität solltest Du - wie gewisse andere Komment-Schreiber - besser für DACH Geschehnisse und Berichte Kommentieren, wo sie auch vollumfänglich angebracht sind. Das Höhlenunglück ist eine Verkettung vieler Geschehnisse und Hintergrundabläufe die wir Farangs auf einer "familiärer Ebene" schwer nachvollziehen können. Daher erscheint es mir unnötig diesen Umstand immer wieder aufzuwärmen. Der Staat steht als erster in der Pflicht, Eltern die dringend benötigte Bildung zur Entwicklung und Einsicht einer noch fehlenden, aber dringend notwendigen Verantwortung zu ermöglichen!
Jürgen Franke 15.07.18 20:43
Lieber Hansruedi, ich habe mich bisher
immer bemüht, das Unglück völlig emotionslos zu kommentieren. Da für mich, im Gegensatz zu Deiner Betrachtungsweise, die Mentalität der Thais keine Rolle spielt, bewerte ich gewissen Sachverhalte etwas anders. Bedaure sehr, dass Du meinen Hinweis auf die Aufsichtspflicht der Eltern, als "Mitschuld in die Schuhe schieben" betrachtest. Auch in diesem Kulturkreis gehe ich grundsätzlich davon aus, dass die Eltern sich um das Wohl ihrer Kinder bemühen. Nach wie vor gehe ich davon aus, dass die Behörden die erforderlichen Schlüsse aus diesem Unglück ziehen, damit sich so etwas nicht wiederholt.
Oliver Harms 15.07.18 18:23
party herr franke?
wo haben sie das schon wieder her?ich konnte weder in thailändischen noch in englisch oder deutschsprachigen nachrichten was von einer party lesen. haben putin oder trumph ihnen das getwittert? es ist wohl ehr so,daß hier mal wieder westliche mit asiatischer lebenseinstellung kollidiert. im übrigen könnten weder der trainer noch 2 jungs in welches ausland auch immer reisen,da sie staatenlos sind und da mit keine pässe haben.
Hansruedi Bütler 15.07.18 18:22
Ein derartiges Missgeschick hätte.....
Lieber Jürgen, "dass Jugendliche in einer Höhle eingeschlossen wurden, hat doch nichts mit Thailand zu tun". Wo waren sie denn sonst eingeschlossen, wenn nicht in TH??? Vergiss es einfach!!! Die Motzerei, Schuldzuweisung und Besserwisserei ist in keinem Land angenehm und löst erst noch keine Probleme! Das ewige, "den Eltern die Mitschuld in die Schuhe zu schieben" bringt in TH überhaupt nichts. Du schreibst immer: "Neuankommenden muss bewusst sein, dass sie in einem anderen Kulturkreis gelandet sind"!!! Frage: In welchen Kulturkreis bist Du gefangen, dass Du die Thai-Mentalität nicht in Deine Überlegungen miteinbeziehen tust???