Festtage gut überstanden: Nun Neustart

Gänse an Weihnachten geschlüpft, blühende malaysische Äpfel und Eiscreme-Bohnen

Das Festmahl hat augenscheinlich gemundet, jetzt aber wieder durchstarten und so richtig Gas geben. Fotos: hf
Das Festmahl hat augenscheinlich gemundet, jetzt aber wieder durchstarten und so richtig Gas geben. Fotos: hf

Während das Schlachten von Gänsen keinen Spaß macht, ist das bei der Zubereitung ganz anders, auch wenn sie anstrengend ist.

Auch die Spätzle sind natürlich selbst gemacht.
Auch die Spätzle sind natürlich selbst gemacht.

Fertig gekocht habe ich meine diesjährigen zwei Weihnachtsgänse bereits am 23. Dezember und dann über Nacht kaltgestellt: So kann man sie viel leichter zerschneiden. Am Heiligen Abend wärmt man sie dann vorsichtig wieder auf. Den Trick, wie man freilaufende oder glückliche Gänse weich bekommt, habe ich von den Chinesen gelernt. Die kochen solche Gänse bei 70 bis 80 Grad Celsius zunächst bis etwa eine Stunde im Sud und schieben sie erst danach in den Ofen. So wird sie knusprig und bleibt dennoch zart.

Diesen Sud habe ich anschließend stundenlang reduziert und dadurch einerseits einen guten Fond geschaffen und auch das Fett ausgelassen. Mit diesem Gänsefett habe ich das Rotkraut angefangen, später auch unsere leckeren Rio Guaven mitgekocht, das schmeckt noch besser als mit Äpfeln.

Am 24.12. geschlüpft, echte Weihnachtsgänse…
Am 24.12. geschlüpft, echte Weihnachtsgänse…

Natürlich habe ich auch die Spätzle selbst zubereitet, schließlich legen unsere Hennen nimmer noch wie verrückt Eier. Und viel mehr als Eier, Mehl, Milchwasser und etwas Salz braucht man dafür nicht. Für die Sauce habe den Gänsefond verwendet.

In der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember sind zwei niedliche Gänschen geschlüpft, so dass sich das schlechte Gewissen über die Schlachtung der zwei Weihnachtsgänse in engen Grenzen hielt.

Hoffentlich wird 2021 viel besser…

Unglaublich anmutig ist diese tolle Blüte hier.
Unglaublich anmutig ist diese tolle Blüte hier.

Wir sind im Discovery Garden Pattaya auch gut ins neue Jahr gerutscht. Wir können nur hoffen, dass 2021 besser wird als das versch… vergangene Jahr. Für mich persönlich war 2020 zwar ein gutes Jahr, aber so eine Quarantäne möchte ich lieber nicht noch einmal erleben. Morgen, Montag, ist der erste volle Arbeitstag, und da wollen wir erfrischt aus den Ferien durchstarten. Ich hoffe nun, dass wir zum Jahresende endlich den Garten auch offiziell eröffnen können. Bis jetzt und bis auf weiteres sind Besucher nach Anmeldung hier immer willkommen, aber in Zukunft könnte es auch durchaus etwas professioneller zugehen. Ich jedenfalls rechne damit, dass mit dem Vorhandensein von mehreren Impfungen das Schlimmste an der Covid-19-Pandemie bis Mitte des Jahres vorbei sein wird und dass wir zum nächsten Neujahr mit guten Gründen die Korken knallen lassen können.

Einige „Wunder“ noch im alten Jahr

Ich bin grundsätzlich ein sehr positiv eingestellter Mensch und entdecke im Discovery Garden Pattaya immer wieder neue „Wunder“, die mich fast täglich staunen lassen.

Da ist zum einen zu erwähnen, dass ein Transfer aus Nong Khai eingetroffen ist. Dort haben wir schon lange „malaysische“ Äpfel – Früchte, die ein wenig wie Zwetschgen aussehen und auch ein wenig so schmecken. Ich bereite mit ihnen meinen Pseudo-Zwetschgen-Kuchen, auf Schweizerdeutsch: Zwetschgen-Wähe. Während sich an einem Baum hier in Pattaya schon Früchte gebildet haben, blüht er gleichzeitig auch noch und zeigt fantastische Blüten.

Auch die „Inga marginata“ blüht nun wieder, ihre Blüten sehen aus wie Pusteblumen. Jetzt müsste dieser große Baum nur noch „Eiscreme-Bohnen“ liefern wie in seiner Heimat in Südamerika. Der größte Baum hat zwar schon mehrfach geblüht aber bis jetzt noch nie gefruchtet.

Rund neun Monate hat es gedauert, bis ich am 19. Dezember 2020 auf meinem Hans-Fritschi-YouTube-Kanal die wichtige Marke von 1.000 Abonnenten knacken konnte. Nun sind in zwei Wochen nochmals 160 dazu gekommen. Das kann ja heiter werden im 2021!


Hans Fritschi, Jahrgang 1957, ist ehemaliger Journalist und Buchautor, er lebt seit 1991 in Thailand. Mehrere Monate des Jahres reist er in der Welt herum, den Rest verbringt der Hobbygärtner in Pattaya und Nong Khai. Falls Sie Fragen und Anregungen an unseren Gartenkolumnisten haben, oder seinen Garten mal anschauen möchten, schicken Sie ihm eine E-Mail an oder besuchen Sie die Dicovery Garden Webseite oder Facebook. Für unterhaltsame und interessante Gartengeschichten in Bild und Ton besuchen Sie Hans Fritschis YouTube-Kanal – Teilen, Liken & Abonnieren erwünscht!

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Thomas Knauer 21.01.21 17:07
wohl wahr das Zubereiten und Verzehren der Gänse macht mehr Spass als das Schlachten.
Leider war dieses Jahr kein gutes Jahr um Gänse als Festbraten zu servieren, einfach bei der Personenzahl nicht lohnend.
Meine Gänse, auch Weidegänse (Toulouser) zerteile ich immer vor der Zubereitung und stelle die angebratenen Teile über Nacht kalt. Bei einem Schlachtgewicht von 14 - 16kg kann ich da immer mindestens ein Kilo Schmalz gewinnen, das dient dann die nächsten Tage als Brotbelag, auch gern als Geschenk.
Erwin Bernhard 18.01.21 16:16
Herr Rüdiger

Im Text ist von Weihnachten, Covid 19, von Besuchern geschrieben und auf dem Foto sind zwei Herren und ein paar Gedecke zu sehen und bei zwei zubereiteten Gänsen, hatten sich vermutlich, ein, zwei Menschen mehr versammelt.
Über zwanzig Jahre alt sehen die beiden Herren auch aus, ob sie zur verwarnten Risikogruppe gehörten, sei Ihnen überlassen.
Von Verstorbenen ist nichts erwähnt, aber die meisten Lebewesen, werden einmal dazu gehören, so traurig es im Einzelfall sein kann.
Hää, die Gänse werden bei den Zahlen, der Verstorbenen, vom RKI, BAG usw. kaum mit gezählt.
Bleibt gesund und geniesst das Leben.
Rüdiger 18.01.21 02:27
Hää?
Herr Olbrich, was hat denn ihr Kommentar hier auszusagen? Forum verfehlt?
Klaus Olbrich 17.01.21 15:22
Die, jetzt bekannt gegebenen überwiegend verstorbenen sind Aeltere, die sich Weihnachten Infizierten bei den Treffen.
So meldet es das RKI in den aktuellen Nachrichten.! Man hatte gewarnt. Viele haben Weihnachten das letzte Mal ihre Verwandten besucht und das herbei geführt.!