Festnahmen nach Unfall mit Heißluftballon

Foto: epa/Str
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KAIRO (dpa) - Im ägyptischen Touristenort Luxor wird ein Heißluftballon von starkem Wind überrascht und muss notlanden. Doch das Manöver missglückt, ein Mensch stirbt. Nun ermitteln die Behörden, wie das passieren konnte.

Nach der missglückten Notlandung eines Heißluftballons in Ägypten mit einem Toten sind vier Menschen in Untersuchungshaft genommen worden. Unter ihnen sei der Pilot des verunglückten Ballons, hieß es am Samstag aus ägyptischen Justizkreisen. Festgenommen wurden demnach auch zwei Mitarbeiter der Betreiberfirma sowie der Leiter des Ballonflugplatzes in der Stadt Luxor. Die Ermittlungen der Behörde für zivile Luftfahrt gingen am Sonntag weiter.

In dem bei Touristen sehr beliebten Ort im Süden des Landes war am Freitag ein Heißluftballon mit 20 Urlaubern an Bord von starkem Wind überrascht worden. Der Pilot verlor nach Angaben aus Sicherheitskreisen in einer Höhe von 450 Metern die Kontrolle und war zu einer Notlandung gezwungen. Dabei prallte der Heißluftballon auf den Boden. Ein 34 Jahre alter Mann aus Südafrika kam ums Leben. 15 weitere Menschen wurden verletzt, die meisten von ihnen Touristen.

Die Fahrten mit Heißluftballons in Luxor gingen am Samstag weiter. Der Ort und seine archäologischen Stätten gehören zu den wichtigsten Touristenzielen in Ägypten. Fahrten in Heißluftballons sind dort bei Urlaubern sehr beliebt. Bereits mehrfach kam es zu Unfällen. Ende Februar 2013 starben beim Absturz eines Ballons 19 Menschen, die meisten von ihnen ausländische Urlauber. Die Fahrten in Heißluftballons wurden danach in der Region für rund zwei Monate eingestellt. 2009 war ein Ballon gegen einen Mobilfunkmast geprallt und abgestürzt, 16 Touristen wurden verletzt.

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