FDA warnt vor Wundermitteln

Foto: The Nation
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BANGKOK: Die thailändische FDA hat eine Liste gefälschter Produkte aus Vietnam veröffentlicht, die auf den lokalen Markt gelangt sind. Die Operation, mit der gegen ein globales Netzwerk von Händlern vorgegangen werden soll, wurde in Zusammenarbeit mit dem Central Investigation Bureau (CIB) durchgeführt.

Bisher haben die Behörden 43.411 Einheiten von 23 Arten von Produkten im Wert von mehr als 40 Millionen Baht beschlagnahmt.

Das Gesundheitsministerium hat ebenfalls eine Warnung herausgegeben, in der es die Verbraucher dringend bittet, nicht auf Werbung hereinzufallen, die übertriebene Gesundheitsvorteile verspricht, oder Produkte nur deshalb zu kaufen, weil sie billig sind.

Hier ist eine Liste von Produkten, von deren Konsum abgeraten wird:

  • Ovisure Gold: Behauptet, Gelenkschmerzen zu lindern, Arthrose vorzubeugen und knochenbedingte Krankheiten zu bekämpfen, wobei die Ergebnisse angeblich innerhalb von sieben Tagen sichtbar sind.
  • Digo Sure: Behauptet, Diabetes, Bluthochdruck und Herzkrankheiten zu behandeln, Gelenk- und Schulterschmerzen und Taubheit zu lindern sowie Knochen und Gelenke zu verjüngen und zu stärken.
  • Zextra Sure: Behauptet, degenerative Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen zu behandeln sowie die Symptome von Halbseitenlähmung oder teilweiser Lähmung zu lindern.
  • Via Sure Calcium: Behauptet, Gelenk- und Knochenschmerzen zu lindern und die Knochen flexibler zu machen. Hevisure Gold: Behauptet, Komplikationen von Diabetes wie Erblindung und Nierenversagen zu verhindern.
  • GluOats: Behauptet, den Blutzuckerspiegel zu senken und zu behandeln sowie Komplikationen wie Herzversagen und Leberinfektionen zu verhindern.
  • Gluzextra Gold: Behauptet, Diabetes zu behandeln, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und Komplikationen durch verschiedene gefährliche Krankheiten zu verringern.
  • HIUP Complete: Behauptet, Kinder innerhalb von drei Monaten um 3 bis 5 Zentimeter größer zu machen, bietet Vorteile, die 10-mal besser sind als herkömmliche Produkte:
  • Sica Sure Canxi Wemee: Behauptet, Kinder innerhalb von drei Monaten um 3 bis 5 cm größer zu machen, und bietet Vorteile, die 10-mal besser sind als herkömmliche Produkte.
  • Pro Up: Behauptet, das Immunsystem zu stärken, einen tiefen Schlaf zu fördern und das Gewicht innerhalb eines Monats um 10 Kilo zu erhöhen
  • Hevifood Body Fit: Behauptet, dass es Menschen hilft, innerhalb von zwei Wochen 3 bis 4 Kilo abzunehmen, ohne eine Diät zu machen.
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Jürgen Franke 20.11.23 11:40
Die Liste der Wundermittel
sollte jeder kennen. Dank an die Redaktion für den Beitrag.
Peter Joe 20.11.23 11:20
An Covid Produkten war viel Geld zu verdienen, also weiter machen und auf Teufel komm raus dran bleiben. In China vertraut man den gefaelschten
Medis mehr weil sie fuer jedermann erschwinglich sind.ì
Norbert Schettler 19.11.23 21:00
Herr Wendland
Die meisten Thais zahlen 30 Baht, sind versichert durch die Regierung. Allerdings können sie damit nicht in die Privat Kliniken. Und die teure Behandlung kostet sie in den staatlichen Häusern nichts, deswegen ist da täglich ein riesen Chaos, sprich Menschenmassen. Die Ärzte sind oftmals dieselben, wechseln hin und her oder haben nebenbei noch eine kleine Klinik. Das Menschen auf irgendwelche Wundermittel hereinfallen, ist ja kein thail. Phänomen. Und Alternativmedizin gibt es auch überall und ist oft eine gute Sache.
Bernd Wendland 19.11.23 20:20
Ingo Kerp meint, dass etliche Leute wohl leichtgläubig oder zu faul seien, um zum Arzt zu gehen. Und dann kaufen sie lieber Wundermittel. Leider sind aber viele Thais gar nicht krankenversichert, sodass sie sich eine teure Behandlung durch einen Arzt oder gar in einem Krankenhaus gar nicht leisten könnten. Für die Wundermittel reicht das Geld wohl gerade noch.
Siegfried Naumann 19.11.23 14:21
@michael von wob
Erstens wurde der Artikel von Günter Jack um 13:30 Uhr veröffentlicht. Wenn Sie erst nach 13:30 Uhr zu Mittag essen, ist es wohl nicht seine Schuld. Zweitens habe ich festgestellt, dass Sie selten auf die Farang-Nachrichten reagieren, sondern lieber andere Leser kritisieren, anstatt selbst einen sachlichen Kommentar zu verfassen.
michael von wob 19.11.23 14:10
@ Naumann
Ich habe auch mit guten Apothekern bessere Erfahrungen als mit den "super" Ärzten in TH gemacht, aber die Beschreibung der aufplatzenden Pickeln war to much 555. Nicht so verbissen junger Mann !
Siegfried Naumann 19.11.23 13:50
Lieber zuerst zur Apotheke...
Ich habe das Glück, in einen (Langzeit-) Hotel zu leben, wo die Ehefrau des Hotelbesitzers eine Apotheke unweit vom Hotel führt. Bevor ich in eine Klinik gehe, frage ich eben diese Apothekerin. Bis auf wenige Ausnahmen, wo ich dann tatsächlich in eine Klinik musste, konnte sie mir fachmännisch die richtigen Medikamente geben. Und die noch zu einem Sonderpreis, weil.....siehe Anfang: "Ich habe das Glück...."
Günter Jack 19.11.23 13:40
michael von wob 19.11.23 13:30
Na, ecklig ist ja zum Glück nicht so schlimm, dass es das Mittagessen verderben könnte. Eklig wäre doch viel schlimmer gewesen, oder?
michael von wob 19.11.23 13:30
@ Günter Jack
Vielen Dank für die ecklige Beschreibung vor dem Mittagessen.
Günter Jack 19.11.23 13:20
Ingo Kerp 19.11.23 11:40
Zum Thema Selbstmedikation möchte ich eine persönliche Erfahrung mitteilen, die mich sehr nachdenklich gemacht hat in Bezug auf Fachwissen und Können von vielen lokalen Ärzten:

Vor etwa zwei Monaten wurde mein linkes Bein plötzlich rot, Eiterstellen brachen auf und ich hatte sehr starke Schmerzen. Im guten Glauben und Vertrauen habe ich mich zuerst zum Distrikt-Krankenhaus in Rong Kwang und anschließend zum Provinz-Krankenhaus in Phrae aufgemacht. In beiden Fällen war die Diagnose erschütternd: Es käme nur eine Amputation in Frage. Diese "Behandlung" haben meine Frau und ich strikt abgelehnt. Nach etwa vier Wochen unter Einnahme von Medikamenten, die von einer erfahrenen Apothekerin empfohlen wurden, und täglicher Reinigung, Desinfektion und Auftragen von Salbe durch meine Frau, sind die Symptome langsam verschwunden und mein Bein ist wieder in Ordnung und zum Glück immer noch da, wo es hingehört.

Es mag sicherlich sehr gute Ärzte in den Großstädten geben, aber mein Vertrauen in die "ärztliche Kunst" auf dem Land ist nachhaltig gestört.
Ingo Kerp 19.11.23 11:40
Die Herstellung und der Verkauf dieser Produkte funktioniert und rechnet sich wohl nur deshalb, weil die Menschen leichtgläubig sind oder zu faul, um zum Arzt zu gehen. Mit Eigenbehandlungen und Selbstmedikation begibt man sich oft auf ein unbekanntes Terrain, mit dem man mehr Schaden anrichtet, als ohne.