Schauspielerin Anne Heche wird Unfall wohl nicht überleben

Familie  

Schiedsrichterin Anne Heche. Archivfoto: epa/GEORGE FREY
Schiedsrichterin Anne Heche. Archivfoto: epa/GEORGE FREY

LOS ANGELES: Vor einer Woche verursachte Anne Heche in Kalifornien einen schweren Autounfall, nun ist die Schauspielerin ihren Verletzungen erlegen. Angehörige und Kollegen trauern um die 53-Jährige.

Die US-Schauspielerin Anne Heche («Ally McBeal», «Sechs Tage, sieben Nächte») ist eine Woche nach einem Autounfall gestorben. Ihr Sprecherteam bestätigte den Tod der 53-Jährigen am Freitag in einer Mitteilung, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Demnach ist der Hirntod eingetreten, nach den Gesetzen in Kalifornien gilt ein Mensch damit als tot. Sie sei aber weiter an lebenserhaltende Apparate angeschlossen und ihr Herz schlage noch, um eine Organspende durchzuführen, teilte Sprecherin Holly Baird mit.

Am Tag zuvor hatte die Familie kundgetan, dass die 53-Jährige keine Überlebenschancen mehr habe. Heche habe eine schwere Hirnverletzung erlitten und liege im Koma.

Heche hatte aus zwei Beziehungen die Söhne Homer (20) und Atlas (13). «Mein Bruder Atlas und ich habe unsere Mutter verloren», schrieb Homer am Freitag in einer Mitteilung. «Nach sechs Tagen unglaublicher Gefühlsschwankungen, bleibt nun eine tiefe, sprachlose Trauer zurück.» Hoffentlich sei seine Mutter nun frei von Schmerzen und auf ihrem Weg zu «ewiger Freiheit».

Homers Vater, Kameramann Coley Laffoon, drückte seine Trauer am Freitag in einer Videobotschaft auf Instagram aus. «Sie war mutig und furchtlos und sie liebte mit aller Wucht», sagte er über Heche. «Liebe dich für immer», schrieb der Schauspieler James Tupper (57, «Men in Trees»), Vater des gemeinsamen Sohnes Atlas, auf Instagram.

Auch Kollegen, darunter Rosie O'Donnell und Rosanna Arquette, würdigten die Verstorbene. «Dies ist ein trauriger Tag», schrieb Talkshow-Star Ellen DeGeneres. Heche war vor ihrer Ehe mit Laffoon mehrere Jahre mit der Moderatorin liiert gewesen. Nach ihrer schlagzeilenträchtigen Trennung von DeGeneres im Jahr 2000 veröffentlichte Heche eine Autobiografie mit dem Titel «Call Me Crazy», in der sie freimütig ihren Kampf gegen psychische Krankheiten schilderte.

Der Unfall hatte sich nach Angaben der Feuerwehr in Los Angeles (LAFD) am 5. August im Stadtteil Mar Vista ereignet. Heches Auto sei mit hoher Geschwindigkeit in ein Haus gerast und erst nach knapp zehn Metern zum Stehen gekommen. Das Fahrzeug und das Haus fingen Feuer. Heche wurde noch lebend in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei hatte Medien zufolge am Donnerstag erklärt, sie ermittele wegen des Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Heche spielte in Dutzenden Filmen und Fernsehproduktionen mit. Bekannt wurde sie in den 1990er Jahren an der Seite von Johnny Depp in dem Thriller «Donnie Brasco», mit Tommy Lee Jones in dem Katastrophenfilm «Volcano» und als Geliebte an der Seite von Harrison Ford in der Abenteuerkomödie «Sechs Tage, sieben Nächte». In der Satire «Wag the Dog» spielte sie eine Krisenmanagerin im Weißen Haus. Mit Denzel Washington drehte sie «John Q - Verzweifelte Wut» (2002). Fernsehzuschauer kennen sie aus Serien wie «Ally McBeal» und «Nip/Tuck».

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Martin Pohl 13.08.22 16:50
Sie lebte wohl mit Schmerzen und nahm Fentanyl ein dagegen. Die Nebenwirkungen dieses Medikaments muss sie gekannt haben und trotzdem zusätzlich noch Rauschgift. Sehr mutig.
Aber verantwortungslos ihren Söhnen gegenüber. Hätte sich vielleicht besser an CBD gehalten gegen ihre Schmerzen.
Aber ich will nichts verurteilen, es war ihre Entscheidung. R.I.P. Den Film 6 Tage 7 Nächte werde ich in guter Erinnerung behalten.
Ingo Kerp 13.08.22 14:20
Nun ja, wenn man sich unter Drogeneinfluß in ein Auto setzt und zu schnell damit rast und gegen eine Hausmauer prallt, muß man mit dem Tod rechnen. Ist zwar tragisch um einen Unfalltoten, ist es, wie in diesem Fall aber ein auf Leichtsinn zurückzuführender Unfall, schrumpfen die Mitleidswerte.