Experte: „Politik hat Wasserkrise verursacht“

Foto: The Nation
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THAILAND: Für den Wassernotstand in weiten Teilen des Landes macht ein prominenter Mitarbeiter des Thailand Development and Research Institute die Politik verantwortlich.

Laut Niphon Puapongsakorn haben sich einflussreiche Politiker ab 2011 in die Arbeit der Bewässerungsbehörde eingemischt. Als Folge sei aus den großen Talsperren erheblich mehr Wasser abgelassen worden als zuvor, vor allem für Reisbauern. Denn die Landwirte hätten, um aus dem Reisförderprogramm der Regierung höhere Beträge zu bekommen, mehr Reis angebaut. Regierung und weitere Politiker hätten die Warnung des Irrigation Department vor einer Brauchwasserkrise nicht hören wollen. Als Folge sei der Pegel in den Wasserreservoiren weit unter normal gefallen. „Das Wassermanagement war in den Händen von Politikern, nicht mehr bei Fachleuten“, stellt Niphon Puapongsakorn fest.

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Jürgen Franke 11.07.15 15:51
Herren Boerner + Mujo
herzlichen Dank für Ihre Berichte und Kommentare zum Thema Wasser. Es ist jetzt lediglich zu hoffen, dass die entsprechenden Stellen in Thailand sich mit Ihnen in Verbindung setzen, um das Problem anzugehen.
Jürgen Franke 10.07.15 13:06
Lieber Hansruedi,
vielen Dank für Deine interessanten Ausführungen. Vor dem Hintergrund Deiner Erfahrungen ist es voellig verständlich, dass einem die Galle hochkommt, wenn man sich die Situation in Thailand betrachtet. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass derzeit die Regierung alle Macht hat, die Schwachstellen zu eliminieren, ohne ein Parlamentsgelaber. Es wäre aber schon viel geholfen, wenn das Umweltbewusstsein im Elternhaus und in der Schule etwas mehr geschärft würde. Ordnung und Sauberkeit haben nichts mit Geld zu tun. Dass es anders gehen kann, macht uns Singapur vor. Danke nochmals für Deine Infos.
Jürgen Franke 09.07.15 22:50
Danke Frau Mai
für die Klarstellung. Schade, dass Sie zum eigentlichen Thema keine Stellung beziehen, sondern sich nur sehr emotional mit der Ausdrucksweise der Kommentatoren beschäftigen. Inhaltlich findet der Kommentar von Herrn Bütler nach wie vor meine volle Zustimmung. Übrigens Frau Mai, an den Müll und Dreck vor den Türen der Thais habe ich mich inzwischen auch gewoehnt. Trotzdem bleibe ich in Thailand. Auch wenn von der Schoenheit von Patong, unter den Augen der Thais, nicht mehr viel geblieben ist. Und mehr wollte Herr Bütler auch nicht ausdrücken.
Jürgen Franke 08.07.15 08:18
Herr Mai
nun lassen Sie mal die Kirche im Dorf. Herr Bütler hat lediglich das, möglicherweise etwas pointiert, angesprochen, was hier viele Menschen bewegt, die nicht nur Urlauber sind, sondern hier leben und hier weiter leben wollen. Vor dem Hintergrund, dass man mit ansehen muss, dass das Land so ruiniert wird, kann einem schon mal der "Draht aus der Mütze springen". Die hier angesprochenen Probleme, Wasser + Müll, sind, bei gutem Willen alle lösbar. Es ist reichlich Geld vorhanden, woran es fehlt sind in erster Linie Disziplin und Bildung.
Redaktion 07.07.15 18:41
Antwort der Redaktion an Herrn Bütler:
Sehr geehrter Herr Bütler, zügeln Sie bitte Ihre Ausdrucksweise, Sie haben bereits vor mehreren Tagen in einem Kommentar probiert, die Menschen in unserem Gastland mit Gibbons zu vergleichen, was unsererseits nicht toleriert wird und gelöscht wurde. Für Hassparolen müssen Sie sich eine andere Plattform suchen. So lange Kommentare in einem vernünftigen Rahmen formuliert und nicht gegen die in Thailand herrschende Zensur gehen, werden sie auch freigeschaltet.
Jürgen Franke 06.07.15 18:36
Herr Boerner,
endlich mal ein interessanter Kommentar, der Hoffnungen macht. Bitte bleiben Sie weiter an dem Thema und informieren uns von Zeit zu Zeit über den Stand der Dinge, Einige Schreiberlinge hier versuchen uns einzureden, dass das Wasserproblem unloesbar sei.
Jürgen Franke 05.07.15 16:43
Herr Bütler,
nach der Lektüre Ihres Kommentars vom 04.07. 21:36 Uhr, sehe ich auch viele Dinge anders und werde mir weiteres Erstaunen verkneifen. Es ist nur schade, dass man mit ansehen muss, wie so ein, eigentlich schönes, Land von der eigenen Bevölkerung, auf Grund ihrer Teilnahmslosigkeit, zerstört wird.
Jürgen Franke 04.07.15 16:42
Herr Boerner,
ich kann mir nicht vorstellen, dass es die Botschaft interessiert, mit welcher Art Visum Sie im Lande sind. Aber vielleicht hilft Ihnen erst mal ein Kontakt mit dem Konsul weiter. Oder möglicherweise auch der FARANG.
Jürgen Franke 02.07.15 22:18
Herr Boerner
ich gehe davon aus, dass Sie bereits Kontakt mit den Botschaften aufgenommen, um Ihre Hilfe anzubieten.