Ex-Bürgermeister Itthipol freigesprochen

Foto: The Nation
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PATTAYA: Das Strafgericht für Korruptions- und Fehlverhaltensfälle der Region 2 hat am Montag (13. Mai 2024) den ehemaligen Kulturminister und früheren Bürgermeister von Pattaya City, Itthipol Khunpluem, von den Anklagen freigesprochen. Der Fall gegen ihn und andere ist aufgrund der Verjährungsfrist erloschen.

Itthipol erschien am Montag vor dem Gericht im Bezirk Mueang der Provinz Rayong. Nachdem er das Urteil vernommen hatte, verließ er das Gericht, ohne mit den Medien zu sprechen.

Die Vorwürfe gegen Itthipol betreffen den Missbrauch seiner Amtsgewalt im Jahr 2008, als er während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Pattaya City eine illegale Baugenehmigung für die Bali Hai Co., Ltd. erteilte. Diese Genehmigung ermöglichte den Bau einer Luxuswohnanlage namens Waterfront am Fuße des Pratumnak-Hügels in Süd-Pattaya.

Am 3. August 2023 hatte das Büro des Generalstaatsanwalts beschlossen, Itthipol und neun weitere Personen wegen ihrer Beteiligung an der Erteilung der Genehmigung anzuklagen. Der Fall unterliegt einer Verjährungsfrist von 15 Jahren, die am 10. September 2023 ablief, wie eine Quelle mitteilte.

Itthipol, 50 Jahre alt, wurde gemäß Abschnitt 157 des Strafgesetzbuches wegen Amtsmissbrauchs angeklagt. Dieser Tatbestand wird mit einer Gefängnisstrafe von einem bis zehn Jahren geahndet.

Das Waterfront-Eigentumsprojekt, das auf einem zwei Rai (3.200 Quadratmeter) großen Grundstück am Fuße des Pratumnak-Hügels gebaut wurde, grenzt an den Hafen Bali Hai. Der Bauträger Bali Hai Co., Ltd. ist Teil der israelischen Tulip Group. Der Komplex umfasst eine 53-stöckige Wohnanlage und ein 20-stöckiges Hotel mit insgesamt 315 Wohneinheiten. Das Gebäude löste unter den Einheimischen Kontroversen aus, da es die Aussichtspunkte der nahe gelegenen Touristenattraktionen versperrte. Da die Genehmigung illegal erteilt wurde, muss das Gebäude abgerissen werden.

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Helmut Spiegel 15.05.24 15:10
Helmut Spiegel
Nach 15 Jahren verjaehrt und der schuldige Buergermeister nicht zur Rechenschaft gezogen.
Und der Schandfleck steht immer noch.
Das ist Thailand. Schaffst nicht heute, dann morgen oder uebermorgen oder nach 15 Jahren. Die das vermasselt haben, sollte man auch einbunkern.
Urs Widmer 15.05.24 13:50
Ich schlage vor, dass Khun Itthipol seinen privaten Wohnsitz in die Bauruine verlegt 555.
Jörg Obermeier 14.05.24 19:50
Wer sich darüber noch wundert, lebt vermutlich in einem ganz anderen Universum.
Ludwig Haugg 14.05.24 17:46
Alles braucht seine Zeit
Wie kann man auch von den ermittelnden Behörden erwarten,dass in der minimalen Zeitspanne von nur 15 Jahren ein Anklageverfahren eingeleitet werden kann. Herr Itthipol war auch einige Zeit unauffindbar, da er sich rechtzeitig in das benachbarte Kambodscha abgesetzt hatte.
Thailand Fan 14.05.24 16:30
War da nicht mal jemand schnell abgehauen, als der Fall plötzlich wieder aufkam und noch ein paar Wochen bis zur Verjährung fehlten? Ich hätte mich ehrlich gesagt auch verdünnisiert. Schlimmer ist, dass erst die 15 Jahre ins Land gingen. (Siehe auch "Red Bull Enkel).
Besonders witzig finde ich den Satz: "... muss das Gebäude abgerissen werden." Jeder weiß natürlich, dass die Ruine auch in 20 Jahren als "Wahrzeichen Pattayas" noch stehen wird.
leschim alex 14.05.24 14:50
Wieso .....
..... wundere ich mich nicht darueber ?
Da bekommt der Ausspruch "das sich manches durch Liegenlassen von selbst erledigt" eine ganz neue Dimension.
Manfred May 14.05.24 14:50
Waterfront-Eigentumswohnprojekt
Sehr guter Artikel, der genau den Zustand des Ganzen Landes erklärt