EU startet nächste Phase für das «neue Europäische Bauhaus»

Kommissionspräsidentin Ursula Von Der Leyen besucht Portugal. Foto: epa/Miguel A. Lopes
Kommissionspräsidentin Ursula Von Der Leyen besucht Portugal. Foto: epa/Miguel A. Lopes

BRÜSSEL: Vergangenes Jahr hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für eine «Europäische Bauhaus-Bewegung» für Nachhaltigkeit getrommelt. Nun sollen konkrete Ideen ausgearbeitet werden.

Das von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigte «neue Europäische Bauhaus» ist in die nächste Phase gestartet. Auf einer am Montag freigeschalteten Internetseite können «Kunstschaffende, Designer, Ingenieure, Wissenschaftler, Unternehmer, Architekten, Studierende und alle Interessierten sich über Beispiele für inspirierende Leistungen für das neue Europäische Bauhaus austauschen», teilte die EU-Kommission mit.

Das sogenannte neue Europäische Bauhaus «ist ein ökologisches, wirtschaftliches und kulturelles Projekt, mit dem Design, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Investitionen kombiniert werden sollen», heißt es in der Mitteilung der Kommission. So solle auch ein Beitrag zum europäischen Grünen Deal geleistet werden, der die Europäische Union bis 2050 klimaneutral machen will. Im Frühjahr wird erstmals ein Preis für das «neue Europäische Bauhaus» ausgeschrieben.

Im Rahmen der nun eingeläuteten Gestaltungsphase soll im Herbst dazu aufgefordert werden, Vorschläge mit Ideen zu veröffentlichen, wie das neue Europäische Bauhaus an mindestens fünf Orten in den EU-Mitgliedstaaten mit EU-Mitteln auf nationaler und regionaler Ebene umgesetzt werden könne. «Es geht darum, Nachhaltigkeit und Ästhetik zu vereinen, um den europäischen Grünen Deal in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger und auch in ihrem Zuhause Realität werden zu lassen», teilte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen mit.

Die nun vorgestellten Schritte gehören zum Beginn der sogenannten ersten Welle des Projekts. 2023 soll dann eine zweite Projekt-Welle starten, innerhalb derer etwa ein sogenanntes Bauhaus-Wissensdrehkreuz sowie Projekte rund um künstliche Intelligenz, Technologie und Werkstoffe im Fokus stehen sollen.

Das 1919 vom Architekten Walter Gropius in Weimar gegründete Bauhaus gilt bis heute weltweit als eine Ikone der Moderne, als einflussreichste Schule für Architektur, Kunst und Design. Sie zog später nach Dessau und schließlich nach Berlin um, bis sie 1933 auf Druck der Nazis geschlossen wurde.

Das «neue Europäische Bauhaus» soll nach den Vorstellungen von der Leyens «den notwendigen gesellschaftlichen Diskurs über neue Bauweisen und Designformen anregen», schrieb die Präsidentin bereits im Oktober. Es suche «praktische Antworten» auf die Frage, wie modernes Leben im Einklang mit der Natur aussehen könne. Es soll sich auch die Digitalisierung zunutze machen: «Das Ziel sind vollständig klimaneutrale und lebenswertere Städte.»

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