Erster Jahrestag: Genua gedenkt der Opfer des Brückeneinsturzes

Foto: epa/Luca Zennaro
Foto: epa/Luca Zennaro

GENUA (dpa) - Die Katastrophe am 14. August 2018 lässt die norditalienische Metropole Genua nicht los. An diesem Mittwoch gedenken Stadt und Staat der 43 Menschen, die beim Einsturz der Morandi-Brücke starben.

Bei einer Gedenkveranstaltung wird in Genua (10.00 Uhr) der 43 Opfer des Brückeneinsturzes vor einem Jahr gedacht. Am 14. August 2018 war die Morandi-Brücke eingestürzt. Zahlreiche Fahrzeuge und ihre Insassen stürzten in die Tiefe. Noch immer ist nicht aufgeklärt, was genau zu der Tragödie führte.

Die Überreste der alten Brücke sind mittlerweile abgerissen. Eine neue Brücke wird gebaut und soll Mitte April fertig sein. Geleitet wird der Bau von Stararchitekt Renzo Piano, der ursprünglich aus Genua kommt.

Die Gedenkzeremonie, bei der auch ein Gottesdienst gefeiert werden soll, findet in der Nähe des ersten Pfeilers der neuen Brücke statt. Neben zahlreichen Angehörigen der Opfer werden Staatspräsident Sergio Mattarella und Regierungsvertreter aus Rom erwartet.

Papst Franziskus hatte den Bürgern Genuas kurz vor dem Jahrestag Mut zugesprochen. «Verliert eure Hoffnung nicht, lasst sie euch nicht rauben!», schrieb das katholische Kirchenoberhaupt in einem Brief, der am Dienstag unter anderem in der Lokalzeitung «Il Secolo XIX» veröffentlicht wurde. Darin bezeichnete er den Einsturz der Morandi-Brücke als «Katastrophe, die hätte verhindert werden können».

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