Ermittler: Freund erwarb Waffen-Zubehör für Todesschützen von Dayton

Foto: Twitter/@kmpossiblemke
Foto: Twitter/@kmpossiblemke

DAYTON (dpa) - Nach dem Massaker von Dayton im US-Bundesstaat Ohio hat die Polizei einen Freund des Todesschützen festgenommen.

Der 24-Jährige aus dem Nachbarort Kettering sei in Gewahrsam, ihm werde vorgeworfen, illegal Waffen erworben und besessen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft des Southern Districts von Ohio am Montag (Ortszeit) mit. Dabei gehe es um den Erwerb von Waffen, bei dem der Mann über seinen regelmäßigen Drogenkonsum gelogen habe. Allerdings werde dem Mann keine Beihilfe zur Attacke vom 4. August angelastet.

Der US-Sender CNN berichtete, FBI-Ermittler hätten keine Hinweise darauf, dass der Freund von den Angriffsplänen des Schützen gewusst oder absichtlich Beihilfe zur Tat geleistet habe.

In Dayton hatte ein 24-Jähriger mit einem Sturmgewehr vor einer Bar das Feuer eröffnet und dabei neun Menschen getötet, darunter auch seine Schwester. Das Motiv des Täters ist bislang unklar. Der Mann wurde von der Polizei erschossen.

Laut Staatsanwaltschaft suchten Ermittler den Freund bereits Stunden nach der Attacke in Kettering auf, wo er den Beamten seine eigenen Schusswaffen gezeigt und eingeräumt habe, für den Freund einen Körperschutz, ein Doppeltrommelmagazin und weiteres Zubehör für Schusswaffen besorgt zu haben. All diese Dinge habe er dem langjährigen Freund mehrere Wochen vor der Tat übergeben.

Am vergangenen Donnerstag wurde der Mann den Angaben zufolge erneut von Ermittlern befragt - dabei habe er dann von seinem täglichen Marihuana-Konsum berichtet. Er habe dabei auch eingeräumt, auf einem behördlichen Formular zum früheren Kauf einer Pistole bei der Frage nach dem Drogenkonsum «Nein» angekreuzt und damit gelogen zu haben.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.