endet Lockdown für Ungeimpfte

Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer spricht zur Presse. Foto: epa/Kenzo Tribouillard
Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer spricht zur Presse. Foto: epa/Kenzo Tribouillard

WIEN: Nach mehr als zwei Monaten endet in Österreich am kommenden Montag formal der Lockdown für Ungeimpfte. Das kündigte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) am Mittwoch an. Ein von der Regierung eingerichtetes Experten-Gremium erachte diese Maßnahme als nicht mehr sinnvoll.

Trotz der hohen Infektionszahlen in der aktuellen Corona-Welle drohe keine Überlastung der Intensivkapazitäten in den Kliniken, hieß es. Zugleich bleibe aber die 2G-Regel in weiten Teilen des öffentlichen Lebens erhalten, die Ungeimpften zum Beispiel das Einkaufen nur in Geschäften des täglichen Bedarfs erlaubt. Dafür können Menschen ohne Impfung gegen Corona ab Montag ihr Zuhause auch ohne triftigen Grund verlassen.

Unterdessen stieg die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden laut Gesundheitsministerium auf den Rekordwert von 34.011 Fällen. Das entspräche unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner etwa 300.000 Fällen in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei deutlich über 2000 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

Die Experten des Covid-Prognose-Konsortiums erwarten im schlimmsten Fall demnächst fast 50.000 tägliche Neuinfektionen. Sobald der Höhepunkt der fünfte Corona-Welle erreicht sei, werde über eine Rücknahme der einschränkenden Maßnahmen entschieden, sagte Nehammer. Besonders umstritten ist die Sperrstunde in der Gastronomie ab 22.00 Uhr.

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