Sané entschuldigt sich nach Platzverweis

«Spiel geht auf meine Kappe»

Slowenischer Schiedsrichter Slavko Vincic zeigt dem deutschen Spieler Leroy Sane (L) die Rote Karte. Foto: epa/Christian Bruna
Slowenischer Schiedsrichter Slavko Vincic zeigt dem deutschen Spieler Leroy Sane (L) die Rote Karte. Foto: epa/Christian Bruna

WIEN: Die Einsicht kam zu spät, aber die Entschuldigung für die Rote Karte klang aufrichtig. Leroy Sané erklärt seinen Frust-Schubser gegen Österreich. Und gelobt Besserung bis zur EM.

Leroy Sané hat sich kurz nach seinem Platzverweis gegen Österreich für die Tätlichkeit entschuldigt. «Das Spiel geht heute auf mich, das geht auf meine Kappe. Da muss ich mich beherrschen, das kann nicht passieren, da habe ich die Mannschaft im Stich gelassen», sagte der 27-Jährige nach dem 0:2 am Dienstagabend in Wien. Auch bei seinen Kollegen der Fußball-Nationalmannschaft habe er sich noch in der Kabine für sein Vergehen entschuldigt.

Der Profi des FC Bayern München hatte Gegenspieler Phillipp Mwene zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einem Zweikampf mit einem Schlag niedergestreckt und sah die Rote Karte (49.). «Das war nichts Persönliches gegen Philipp, das war meine eigene Leistung, wie gesagt, das darf mir nicht passieren», erklärte Sané den Vorfall. «Ich bin motiviert, ich will, dass wir in die richtige Richtung gehen», sagte er.

Wegen des Vergehens droht Sané eine Sperre von mindestens drei Spielen durch den Weltverband FIFA. Damit würde der Münchner Bundestrainer Julian Nagelsmann erst wieder im letzten EM-Testspiel Anfang Juni zur Verfügung stehen. Vor dem Heim-Turnier 2024 sind im kommenden März sowie in der direkten Vorbereitung nach dem Ende der Bundesliga-Saison jeweils zwei Testspiele geplant.

Die Regularien der FIFA sehen für «Tätlichkeiten, einschließlich Ellbogenschlag, Boxen, Treten, Beißen, Spucken oder Schlagen» gegen alle Beteiligten außer den Schiedsrichtern eine Mindestsperre von drei Spielen oder für «eine angemessene Zeitspanne» vor. Je nach Wertung der Disziplinarkommission könnte der 27-Jährige also auch länger fehlen. Rote Karten in Testspielen werden in der Regel nicht mit Sperren für Partien in folgenden Wettbewerben geahndet.

Sané hatte in dieser Saison für die Bayern starke Spiele gezeigt. Beim 2:3 am Samstag in Berlin gegen die Türkei und am Dienstag in Österreich enttäuschte er wie die gesamte DFB-Auswahl. «Kleinmachen müssen wir uns generell nicht. Wir haben eine super Qualität im Kader. Deswegen ist es von draußen so schwer zu verstehen, warum es nicht funktioniert», sagte Sané zur schwierigen Situation der DFB-Auswahl.

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Tim Beam 22.11.23 20:30
@HR Volkmann: Umschalten...
Ich habe auch umgeschaltet, weil ich auch regelmässig die Schweizer Spiele schaue. Die Leistung dieses Teams war noch schlimmer. Die letzten Spiele mit Unentschieden und Niederlagen gegen Fussball Zwerge, in denen die Schweizer glaubten, ohne Leidenschaft und Leidensfähigkeit etwas zu erreichen, waren die reinste Qual. Der Ballbesitz Fussball war kontraproduktiv, die Gegner konnten sich "ausruhen" während die Schweizer mit ihrem zaghaften Mittelfeld Geplänker sich irgendwann dem gegnerischen Strafraum näherten. Dann wurde ihnen der Ball abgenommen und die schläfrigen Schweizer waren nicht mehr fähig ein Gegentor zu verhindern.
Wahrscheinlich dachten die Schweizer, der Gegner macht in der Halbzeit keine Anlayse und kommt mit derselben Einstellung aus der Pause. Aber die Gegner waren plötzlich ganz böse und haben schnell gekontert...
Also, ihr könnt aufatmen, es gibt noch schlimmere und unwilligere Teams als Deutschland. Aber wenn die Trainer nicht fähig sind, die Mannschaft auf voraussehbare Änderungen der gegnerischen Spielweise einzustellen und aufzuwecken, sind sie vielleicht nicht schlau genug für grössere Aufgaben.
Hans-Dieter Volkmann 22.11.23 16:30
Sane entschuldigt sich............................
Die erste halbe Stunde habe ich zugeschaut. Dann habe ich umgeschaltet. Die Zeiten, in denen ich gerne die Nationalmannschaft gesehen habe, sind vorbei. Es fehlt an qualitativ herausragenden Persönlichkeiten, wie wir sie einst hatten. Schade.
Norbert Kurt Leupi 22.11.23 14:10
Schläger statt....
Sieger ? So sehen Multi-Kulti-Mannschaften heutzutage aus !
Andreas Brixa 22.11.23 13:50
Sogar gegen Oesterreich
Die uebliche Denkweise
Oesterreich zeigte all das was Deutschlande schon laenger fehlt.
Keine Mannschaft,kein Wille zumsich Quaelen
Nur gute Einzelspieler zu haben ist zu wenig..
michael von wob 22.11.23 13:40
Danke jaagen chon für
den genialen Beitrag. Wie üblich von a bis z nur geistiger, unverstädlicher Müll !
jaagen chon 22.11.23 13:10
Melting Pot Germany
"Na, geh herst!" - Da verlierst mittlerweile schon gegen Oesterreich! - Unglaublich!
Da spielte ja Thailand gegen Singapur um Welten besser!