Elf Ölschmuggler stellen sich der Polizei

Foto: The Nation
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SONGKHLA: Im Zuge eines weitreichenden Ölschmuggel-Skandals haben sich am Montag (17. Juni 2024) elf Besatzungsmitglieder beschlagnahmter Schmugglerboote der thailändischen Polizei gestellt. Die Festnahme erfolgte nachdem zuvor Haftbefehle gegen weitere 15 Besatzungsmitglieder ausgestellt wurden, im Anschluss an das Verschwinden von drei von insgesamt fünf beschlagnahmten Booten vom Gelände der Marine Police in Sattahip, Provinz Chonburi.

Die drei verschwundenen Boote wurden kürzlich nahe malaysischer Gewässer lokalisiert. Die elf sich stellenden Crewmitglieder, begleitet von ihren Anwälten, wurden bei der Economic Crime Suppression Division (ECD) verhört. Ihr Ziel: Klarheit über die verbleibenden und geflohenen Besatzungsmitglieder zu schaffen.

Pol Col Chatchawal Chuchaicharoen, ein Sprecher der ECD, erklärte, dass die Befragungen dazu dienen, die genaue Anzahl der noch im Land befindlichen Besatzungsmitglieder sowie derjenigen, denen die Flucht gelungen ist, zu ermitteln. Von den insgesamt 28 Crewmitgliedern, die auf den vermissten Booten tätig waren, hatten 15 das Land mit den Schiffen verlassen, während 13 zurückblieben. Zwei dieser Verbliebenen sind allerdings verschwunden, ihre Bürgen suchen nach ihnen.

Die 15 geflohenen Crewmitglieder haben laut Chatchawal ihr Recht auf Kaution verwirkt und werden bei Rückkehr verhaftet. Sie werden zusätzlich wegen des Diebstahls der Boote angeklagt. Die Polizei ist zudem damit beschäftigt, die Hintermänner des Schmuggels und Diebstahls zu ermitteln.

Die Crewmitglieder waren ursprünglich am 19. März 2024 wegen eines Steuerdelikts festgenommen und gegen eine Kaution von zwei Millionen Baht freigelassen worden, was ihnen die Flucht ermöglichte. Die verschwundenen Schiffe, beladen mit 330.000 Litern geschmuggeltem Diesel, waren von der Anlegestelle in Sattahip verschwunden und wurden schließlich am Sonntag (16. Juni 2024) von der Marine Police aufgespürt. Eine signifikante Menge des Öls fehlte jedoch. Berichten zufolge erreichten die drei Boote am Montag den Hafen von Songkhla.

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Ingo Kerp 18.06.24 12:30
Statt bei der Suche nach den verschwundenen Schmugglern, die kleine Fische sind zu suchen. sollte sich die behoerdliche Intensität in dieser Angelegenheit darauf konzentrieren, wie es den Besatzungen gelang, unter den Augen der Behoerden, vom Ankerplatz zu verschwinden. Wer half dabei und wurden "Umschläge" gereicht?