Elefantenfreundlichen Tourismus fördern

Foto: The Thaiger
Foto: The Thaiger

CHIANG MAI: Die in Kanada ansässige Tierschutzorganisation World Animal Protection will mit einem Elefantencamp in Chiang Mai eine Absichtserklärung unterschreiben mit dem Ziel, bei einem nachhaltigen Tourismus „alle körperlichen Interaktionen zwischen Touristen und Elefanten" zu unterbinden.

Damit soll das Happy Elephant Care Valley in eine elefantenfreundliche Touristenattraktion verwandelt werden. Die Initiative „Backing the World Animal Protection“ ist eine weltweite Koalition von Reiseunternehmen, die bisher in ihren Tour-Programmen Elefantencamps gefördert haben. Heute unterstützen sie die Kampagne, Elefantenritte zu beenden. Mitglieder der Koalition sind die TUI Group, die Travel Corporation, die Intrepid Group, G Adventures, die EXO Travel und die Thomas Cook Group. Die Elefantencamps in Thailand mit rund 3.500 Dickhäutern werden ermutigt, ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln, das Reiten auf dem Rücken von Elefanten zum kommerziellen Nutzen nicht einschließt.

Das nachhaltige Geschäftsmodell beginnt damit, Besuchern eine Gebühr für die Beobachtung von Elefanten zu berechnen. Die meisten Elefantenparks berechnen derzeit nur für das Reiten, anschließend können die Tiere in ihren Ställen oder Wartebereichen kostenlos beobachtet werden. Bei den Reiseveranstaltern ist die Meinung geteilt. Sie verweisen darauf, dass Thailands Elefanten seit Jahrhunderten geritten werden, ohne Schäden zu nehmen. Doch laut Tierschützern werden die stolzen Tiere nur aufgrund einer grausamen Behandlung unterwürfig gemacht, die mit den jungen Kälbern beginnt und bis ins Erwachsenenalter fortdauert. Im Happy Elephant Care Valley konnten Touristen und Elefanten bisher eng miteinander interagieren. Die Urlauber erhielten zuvor die Chance zum reiten, baden und füttern der Elefanten.

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Leserkommentare

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Siam Fan 04.06.18 16:24
Mittagsruhe
Die Tiere brauchen unbedingt eine ausgiebige Mittagsruhe im Kühlen! Der Elefantenführer sollte wie der Elefant barfuß laufen, dann merkt er zu erst die Strasse ist zu heiß. Das "neue Ayutthaya" war für mich eine sehr große Enttäuschung. Positiv überrascht war ich von den ständig befüllten Wasserfässern, wo Elefanten trinken und duschen konnten. Die "Dickhäuter" können nicht schwitzen, das wird durch die faltige Haut ersetzt, die bestäubt und feucht gehalten wird. Ich mag die Tiere, deswegen glaube ich auch, sie müssen etwas zu tun haben. In einem Stall dürfen sie sicher nicht verkümmern. Dämmerungsritte wäre für alle ein Erlebnis. Ich schätze, in Burma werden 3-5.000 Arbeitselefanten arbeitslos. Die kann man nicht auswildern! Sie dürfen aber auf keinem Fall zu Urlauberinnerungen verarbeitet werden.
THOMAS S 04.06.18 13:48
Tierschutzorganisation World Animal Protection
Bin der Meinung,dass es in Thailand verschenkte Zeit und Geld bedeuten würde. Es sei denn,dass die Organisation so viel Gehalt zahlen würden,dass sie nicht mehr arbeiten müssten.