Chinesen und Inder von Visagebühren befreit

Ein chinesische Touristengruppe auf Besichtigungstour im Großen Palast in Bangkok. Foto: epa/Narong Sangnak
Ein chinesische Touristengruppe auf Besichtigungstour im Großen Palast in Bangkok. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Das Wirtschaftskabinett der Regierung will am Freitag über den Vorschlag des Tourismusministeriums entscheiden, die Visagebühren für Urlauber aus China und Indien ein Jahr lang auszusetzen, und zwar ab 1. November.

Das soll für alle Touristen der beiden Länder gelten, die nicht länger als 15 Tage in Thailand bleiben möchten. Laut dem Tourismus- und Sportminister Pipat Ratchakitprakarn soll die einjährige Befreiung von der Visagebühr in Höhe von 2.000 Baht dazu beitragen, mehr chinesische und indische Touristen nach Thailand zu bringen. Die Ankünfte von Urlaubern aus China gingen im ersten Halbjahr im Jahresvergleich um 4,73 Prozent auf 5,65 Millionen zurück, im Gegensatz zu Ankünften aus Indien, die in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 24 Prozent auf 978.000 stiegen.

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Tom Wigger 17.08.19 05:52
Verwirrende Schlagzeilen-Titel!
Wäre angebracht, die Schlagzeilen-Titel genauer zu schreiben. In diesem Fall kann was ganz anderes Verstehen als das es nur um die Gebühren für ein Visa geht!
Thomas Thoenes 17.08.19 05:50
Chinas größte Investition in den letzten Jahren
war die Visumsgebühr von 2.000 Baht mal 20 MIO Chinesen. Also mehr oder weniger die größte (einzige) Einnahmequelle durch Chinesen neben Steuern und Gebühren von Chinesischen Reiseveranstaltern, Busunternehmen, Shoppingcentern für den Thailändischen Staat. Der vorangegangene Versuch diese zu erlassen hat schon ne Menge Geld gekostet und nicht viel gebracht wie die fallenden Touristenzahlen der Chinesen zeigen. Ich glaube kaum das der Vorschlag erneut auf fruchtbaren Boden fällt. 42 MRD Baht Verlust bei geplanten 20 MIO Chinesen und 1 MIO Inder sind nicht mal eben zu verkraften und werden auch nicht durch Investitionen aufgefangen die man versucht mit der Zahl von jährlich 40 MIO Touristen ins Boot zu holen. Also ich würde auf nein setzen. Die Idee des Jahrhunderts wäre, chinesische Casinos zu erlauben. Bauboom in biblischen Ausmaßen mit 100 MIO chinesischen Touristen jährlich garantiert. 555
Roman Müller 17.08.19 05:48
Laut gedacht...
irgendwie schaut dies wie eine Verzweiflungstat aus. Dass an den Touristen aus China lediglich ein paar wenige Leute (wohl mit chinesischen Wurzeln) profitieren ist bekannt. Der Rest der Bevölkerung kann sich mit Stau, Gestank und Abfall rumschlagen. Spielt aber keine Rolle, Hauptsache man kann sich seitens der TAT mit möglichst vielen Besuchern brüsten. Der Tourismus boomt.
Thomas Schiffer 16.08.19 18:13
Dann ist ja klar, welche Nationalität der Thailänder favorisiert. Nicht der Bewohner, sondern der , der nicht weiß, wie es weiter gehen soll.
Ingo Kerp 16.08.19 11:58
Eine Ersparnis von 2.000 THB bei max. 15 Tagen Urlaub in TH soll die Verbesserung bringen? Die Vorschläge, an mehr Touris zu kommen, werden immer skurriler.